Archiv der Kategorie: Schwangerschaft

17. SSW (2)

Babyalter: 16+6

Gewicht: 73,8

Körper & Gefühle: Ich muss dazu defintiv noch einen separaten Beitrag schreiben. Der Februar kann jedenfalls weg, bitte. In den letzten 19 Tagen liefen so viele Dinge schief und kamen so viele miese Nachrichten wie sonst in den letzten 2 Jahren nicht. Hoffentlich hat sich’s dann nun erledigt damit. Genug Baustellen gibts nämlich jetzt. Gefühlstechnisch herrscht daher großes Chaos derzeit (und auch der Grund, aus dem keine Muße für Wochenberichte war).

Letzte Woche Mittwoch war ich zur Vorsorge; leider hat sich der Kräcker nicht outen wollen und tarnte sich mit der Nabelschnur. Muss ich also bis Anfang März warten und hoffen, dass man es dann sieht. Körperlich ist es nun so, dass der Mann abends den Keks ins Bett steckt, dann muss ich nicht mit ihr auf dem Arm vom Sessel aufstehen und sie nicht ins Bett heben. Das klappt auch ganz gut so. Viel zugenommen hab ich in den letzten zwei Wochen nicht. Da bin ich auch ganz froh drum, ich sehe auch ohne Zunahme abends aus wie ein Blauwal und morgens „normal“ schwanger. Meine Geduld ist leider so gut wie komplett verschwunden, ich mag mich gerade selbst nicht so leiden und überhaupt. Seufz. Hoffentlich kommt wenigstens bald die Sonne mal länger raus als nur für 5 Minuten.

Geht gut: Mit dem Keks zum Kinderturnen gehen

Geht schlecht: Auf Toilette gehen, den Tag herumkriegen

Must have: Erdbeeren, Knäcke mit Kräuterfrischkäse, Apfelkuchen

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13. SSW (2)

Babyalter: 12+6

Gewicht: 72,1

Körper & Gefühle: Ich träume derzeit wieder SO einen Mist! Das ist wie beim Keks damals. Ich träumte, ich sei mit einem Auftragskiller zusammen, der auf einem fast leeren Flughafen meine Exfreundin (WTF!) jagt. Dann träumte ich, dass ich den Kräcker zur Welt bringe in einem sterilen weißen Raum mit total angenervten Schwestern, es war übrigens ein Junge. Und dann träumte ich, dass eine alte Nachbarin eine gute Fee sein, die uns erzählte, dass man die Seele vom Keks vertauscht hätte, sie aber die richtige implantieren könne. Der Herzmann und ich entschieden uns dagegen, weil wir den Aleksander so lieben wie sie ist. Herrje! Ich glaube hat nicht an sowas, wie kommt mein Unterbewusstsein nur darauf? Die Träume setzen sich auch fort, wenn ich zwischendurch wach war, und sind wirklich SEHR intensiv.

MeIn Bauch explodiert gerade etwas. Leider ist das mit der Verdauung immer noch nicht besser, obwohl ich jetzt Macrogol nehme. Habe nun auch Microlax bestellt. Es ist so ätzend, ich fühle mich so aufgebläht und voll. Darunter leidet alles etwas (seit ich schwanger bin!), ganz besonders leider die Libido. 🙊

Sonst bin ich derzeit richtig stolz auf den Keks. Da kommen täglich 2-4 neue Worte dazu, auch schwierige wie zB Arzt („Azt“). Das ist wirklich ganz toll. Die Nächte sind leider wieder echt mies, zum Glück geht such der Herzmann nachts mal rüber, obwohl er arbeiten muss. Die Tage fiel der Keks auch mit Karacho auf meinen Unterbauch, was echt doll weh tat. Wir entschieden uns dafür, erstmal nicht ins KH zu fahren, weil es sehr glatt draußen war und ich eine Bewegung abwarten wollte. Die kam dann auch mittags, was mich sehr beruhigt hat.

Geht gut: Fleischsalat, Vanille Vla mit Granatapfel

Geht schlecht: Auf Toilette gehen, Katzenfutter und das Parfum meiner Mutter riechen, Kaffee

Must have: Gyros, Milka Schokolade ohne alles, Erdbeeren

12. SSW (2)

Babyalter: 11+6

Gewicht: 71,3

Körper & Gefühle: Tja also, körperlich ist so zweischneidig. Zum einen schlief der Keks jetzt endlich mal wieder ein paar Nächte durch oder kam maximal einmal nachts, das hat sich gleich mal positiv auf meine Müdigkeit ausgewirkt, die gleichzeitig eh langsam weniger wird, und tat auch dem Kreislauf richtig gut. Ich habe nichts zugenommen in der letzten Woche (auch wenn die fiese Waage beim Frauenarzt immer locker 2 Kilo mehr anzeigt als die hier zu Hause!), Beschwerden habe ich eigentlich auch keine; es zieht hier und da mal und ich bin etwas kurzatmig geworden, meine Kontaktlinsen nerven früher am Tag als sonst (Augen sind also wieder trockener als normal, wie in der letzten Schwangerschaft auch schon). Das ist alles aber vollkommen okay und auch kein Problem. Dann die andere Seite, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich werde derzeit akupunktiert für die Verdauung, ich habe auch den Eindruck dass es minimal besser wird. Das Kilo Joghurt und was ich nicht alles dafür tue und esse am Tag, hilft leider nach wie vor null. Am Dienstag war ich zur zweiten und hoffentlich letzten Behandlung geburtsbedingter…Übeltäter 🙄, danach ging es mir wieder richtig schlecht, jetzt ist das wieder gut und ich hoffe, dass die auch was gebracht hat nu. Kaffee schmeckt leider wieder nach einer Mischung aus Sägespänen und Erbrochenem (buhuhuuuu!!), pünktlich zu den durchgeschlafenen Nächten also…

Tjaaa, und dann waren der Herzmann, der Keks und ich am Mittwoch zum Ersttrimesterscreening  ❤️ Dem Kräcker geht es gut, es ist alles dran und alles okay, er ist 51mm lang und zappelt nach wie vor häufig beim Yoga und abends herum (zumindest merke ich es dann). Mit Kleinkind ist es doch etwas schwer, so eine Untersuchung voll wahrzunehmen, selbst wenn einer dabei ist und aufpasst; ständig ist man selbst oder sogar der Arzt etwas abgelenkt. Ich muss mal sehen wie ich das mit den nächsten Terminen so koordinieren kann, der Mann kann jedenfalls nicht mit, weil er arbeiten muss. Evtl. akquiriere ich die Oma, mal sehen…

Hier ist er aber nun, der Kräcker! 😍❤️

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 Geht gut: Fisch, Obst, Fleischsalat (ich HASSE Fleischsalat sonst!)

Geht schlecht: Katzenfutter riechen, Kaffee 😏

Must have: Obstobstobstobst (!!!)B&J PeanutButterCup Eis 🙈

10. & 11. SSW (2)

Babyalter: 10+5

Gewicht: 71,5

Körper & Gefühle: Am Freitag kommt meine Hebamme zum ersten Mal vorbei. Ich habe echt Glück mit ihr und freue mich wirklich auf das Treffen. Ich werde sie darum bitten, mir ein paar Nadeln für die Verdauung zu setzen. So geht das nämlich echt nicht weiter. Es ist wie Steine, innerlich und auch wenns raus möchte, was leider nur so alle 4-6 Tage ist. Ich hab wirklich schon alles versucht. Joghurt, Pflaumen, Säfte, Apfelmus, Apfelsaft warm und kalt, nüchtern oder nicht, Milchzucker, Doppelte Espressos, Reflexzonenmassage… Nix hilft. Ich hab damit ja immer schon Probleme, aber seit 4-5 Wochen ist es echt extrem. Ich werde ihr auch nochmal sagen, dass ich den Geburtsbericht vom Keks angefordert habe, mir aber gesagt wurde, dass das Archiv umziehe und es daher „dauern“ kann. Das war vor zwei Monaten. Vielleicht kann sie das ja etwas beschleunigen. Die Frauenklinik in der der Keks auf die Welt kam, wird im Juli nämlich in ein anderes KH integriert. Das wird auch noch spannend, ob die bis zur Geburt fertig sind oder wie das läuft, ob wir uns Plan B überlegen oder oder oder.

Nächste Woche steht das Ersttrimesterscreening an, am Mittwoch. Ich hoffe sehr, dass alles in Ordnung ist und mein Frauenarzt auch nichts an der Nackenfalte auszusetzen hat. Der Herzmann hat Urlaub und kommt mit. Nächste Woche habe ich auch meine zweite Behandlung der Relikte von der Keksgeburt und hoffe, dass sich das dann erledigt hat. Es ist schon deutlich besser geworden, trotz der erschwerten Bedingungen, sozusagen. Außerdem beginnt der Kleinkinderschwimmkurs.

Nachtes schlafe ich derzeit schlecht. Das liegt zum einen daran, dass der Keks innerhalb 10 Tagen 3 Eckzähne bekommen hat und der vierte gerade nachzieht, zum anderen an echt wirren Träumen und daran, dass ich mir richtig viele Gedanken mache und deswegen ewig nicht einschlafen kann. Ich denke über Namen nach, über die Nackenfalte, über den Urlaub mit der gesamten Familie und din schlechte Beziehung zu meiner Schwester und wie das da wohl wird. Ich grübele über die Geburt nach (beim 2. geht’s schneller – WTF!), ob der Kräcker dann wohl im Auto kommt und über die Arbeit, darüber wie der Keks wohl mit dem Baby umgeht und zurechtkommt und ob ich ihr dann noch gerecht werden kann. Sie ist derzeit ein richtiger Wirbelwind, ständig in Action und unter Strom, hält selten still und braucht ständige Aufmerksamkeit. Das geht mir ganz schön an die Substanz, weil ich ja immer noch so müde bin ständig und die Nächte auch nicht wirklich erholsam sind. Ein Hoch auf den Herzmann, der sich trotz Arbeit nachts auch kümmert, ohne dass man ihn auffordern muss! Um das Baby selbst mache ich mir dabei eigentlich keine Gedanken, abgesehen davon dass es hoffentlich gesund ist. Ich fühle mich da jetzt sehr sicher und weiß, was auf mich zu kommt. Ich werde meinem Bauch vertrauen und meiner Hebamme, wir sind gut ausgestattet (Federwiege, Frl. Hübsch, Tragetuch) und ich mache mir da wirklich keine Sorgen.

Geht gut: Fisch, Obst, Fleischsalat (ich HASSE Fleischsalat sonst!)

Geht schlecht: Katzenfutter riechen

Must have: Äpfel, „Würziges“ (Tassensuppe, Brühe und so), B&J PeanutButterCup Eis 🙈

8. & 9. SSW (2)

Babyalter: 8+6

Gewicht: 69,9

Körper & Gefühle:  Ich bin so kaputt! Der Keks schläft derzeit so wahnsinnig schlecht, wacht mehrmals auf in der Nacht und lässt sich dann nur von mir beruhigen. Geht der Herzmann rüber, steigert sie sich richtig rein und weint ganz untröstlich, ruft immer wieder nach Mama. Leider kann ich manchmal einfach nicht aufstehen, weil mein Kreislauf nicht mitmacht. Inzwischen vermuten wir, dass das an dem fehlenden Schlaf liegt. Gefühlt ist es mit dem Kreislauf schlimmer als beim Keks damals, aber da war die Schlafsituation ja auch ganz anders. Ein paarmal hatten wir es auch schon, dass ich drüben bei ihr vor dem Bett auf dem Teppich lag oder saß und nicht mehr aufstehen konnte. 

Ich weiß auch noch nicht, wie das Insbettbringen werden soll wenn mal mehr Bauch da ist. Ich bin ja so klein und der Bauch ist quasi undick eh schon direkt am Bettgitter wenn ich sie rein oder raus hebe…
Die Schwangerschaft geht derzeit irgendwie etwas an mir vorbei. Zack, bin ich schon eine Woche im dritten Monat und hab es quasi kaum gemerkt. Das ist so krass! Ab morgen bin ich in der 10. Woche. Schon! Die Zeit rast. Und ich habe das Gefühl, ich lasse mich nicht genug darauf ein, denke zu wenig daran und genieße es nicht richtig. Immerhin ist das mit großer Wahrscheinlichkeit meine letzte Schwangerschaft. 

Wenigstens kann ich derzeit wieder Kaffee trinken. Mein Körper scheint verstanden zu haben, dass ich das Koffein gerade brauche, um hier halbwegs über die Runden zu kommen (und auf Toilette gehen zu können -.-).

Geht gut:
Fisch, Obst, Gemüse

Geht schlecht:
Katzenfutter riechen

Must have:
Äpfel (!!!!!)

6. SSW (2)

 

Babyalter: 5+6

Gewicht: 69,3

Körper & Gefühle: Müdemüdemüde! Ich kann jetzt tatsächlich wieder tagsüber schlafen, wenn der Keks ihren Mittagsschlaf macht. Ich lege mich hin und bin fast sofort weg. Dafür finde ich abends schlecht in den Schlaf und brauche gefühlte Ewigkeiten bis ich endlich eingeschlafen bin. Ich fühle mich auch irgendwie kraftlos und erschöpft, also körperlich. Hoffe, dass das bald wieder nachlässt. Leider will der Keks gerade ständig auf den Arm, ich laufe also quasi dauernd mit ihr auf der Hüfte herum.

Außerdem ist mir dauerkalt. Ich trinke heißen Tee und trage zwei Paar Socken, das ist definitiv anders als bei der Schwangerschaft mit dem Keks. Da war mir permanent warm. Blöderweise ist auch die Sache mit dem Kreislauf wieder da. Beim Yoga hatte ich schon wieder Probleme und auch sonst ist es morgens nach dem Aufstehen wieder hart. Ich lag schon ein paarmal wieder mit Ohrensausen und kalkweiß auf dem Boden, was mit Kleinkind nicht ganz so einfach ist. Sie kommt dann nämlich sofort an und will auf der Mama reiten oder sonst was mit mir machen, und dazu fehlt mir in dem Moment einfach mein Blutdruck. Puh!

Auch krass ist, dass ich tatsächlich schon nicht mehr in meinen Jeans passe, bei gleichem Gewicht. Morgens sehe ich noch normal aus, spätestens ab Mittag erkennt man ein Bäuchlein und abends seh ich echt verdammt schwanger aus. Ich habe jetzt also ein paar neue Umstandshosen zur Auswahl bestellt und hoffe, dass ich das Bäuchlein noch etwas kaschieren kann bis wir es offiziell sagen wollen.

Schlecht ist mir nicht so wirklich. Manchmal zeitgleich mit dem Kreislauf, aber sobald der wieder da ist, ist das flaue Gefühl im Magen auch verschwunden. Ich denke daher, dass es davon kommt.

Gefühlsmäßig gehts mir gut. Ich denke durch Ablenkung derzeit noch relativ wenig an die Schwangerschaft, freue mich aber schon sehr auf den ersten Termin beim Doc nächsten Donnerstag.

Geht gut: Fisch, Obst, Gemüse

Geht schlecht: Kaffee! Kann ich echt schön nicht mehr trinken, schmeckt nach Erbrochenem!

Must have: Äpfel

Sonstiges: Der Herzmann macht sich wieder Sorgen und mag morgens am liebsten wieder nicht zur Arbeit fahren wenn ich weiß wie eine Wand am Tisch sitze und warte, dass der Keks zu Ende gefrühstückt hat. Naja, da müssen wir jetzt alle durch.

5. SSW (2)

Soo, dann werd ich mal wieder mit den Wochenberichten anfangen und hoffe, dass ich die auch wirklich jede Woche abliefern kann!

Ich starte mit +1,5 kg in diese Schwangerschaft, beim Keks hatte ich also 1,5 kg weniger gewogen. Ich will diesmal noch besser auf die Ernährung achten und hoffe, dass mir das gelingt.

Babyalter: 4+4

Gewicht: 69,2

Körper & Gefühle:  Es ist immer noch nicht so richtig in meinem Kopf angekommen, dass ich schwanger bin. Beim Keks hatte ich auch viel mehr Zeit, darüber nachzudenken; jetzt hält mich die Kleene ja gut auf Trab, sodass ich tagsüber wirklich sehr selten darüber nachdenke, dass sie eine große Schwester wird.

Körperlich geht es mir ganz gut. Es zieht und zuppelt rund um den Bauchnabel, ich fühle mich abends etwas aufgedunsen nach dem Essen und bin auch früher müde. Das alles kenne ich schon vom Keks. Schlecht ist mir nicht – ich hoffe das bleibt so.

Geht gut: Fisch, Obst, Gemüse

Geht schlecht: Alles gut bisher

Must have: Fisch

Sonstiges: Die Familie weiß nocht nichts. Da wollen wir es erst an Weihnachten sagen, dann wäre ich in der 10. Woche. Meinen ersten Termin beim Frauenarzt habe ich für den 10.12. gemacht, dann sieht man hoffentlich das Herzchen schon blubbern. Meine Hebamme ist auch schon informiert. Sonst werde ich es noch der Yogalehrerin sagen, da ich ja wieder einige Pranayamas und Asanas nicht machen sollte, wenn ich schwanger bin.

 

Murphy, oh Murphy!

Heute, am 20.11.2015 ist der Keks genau 13 Monate und 3 Wochen alt.

Heute, am 20.11.2015 habe ich morgens das hier in der Hand gehalten:

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Tja. Nun. Murphy. Ich steh drauf! ❤ Weil: Ich habe den Termin für das Hormonscreening (gehabt). Und der Herzmann und ich haben vor einer Woche unseren Ostseeurlaub 2016 gebucht, und zwar Anfang Juli. Da ich ja eine Temperaturkurve führe, kann ich sagen, dass ich heute entweder bei ES+13 oder ES+15 bin. Der Rechner spuckt mir da einen ET für Ende Juli aus. Wow. Krass. Murphy’s Law deluxe. Wie beim Keks. Soweit der Kopf.

Das Herz so: Aaaaaahhhhhh ein Baby! Du bekommst ein Baby! NOCH EINS! Ein Sommerbaby! Eines, das seine Geburtstage im Schwimmbad und Sonnenschein feiern kann und das fast immer in den Ferien Geburtstag haben wird. Der Keks bekommt ein Geschwisterchen! Ein kleines, runzeliges, rosafarbenes Schnuffelchen! Wie cool ist das denn! Fuck you, PCO, es hat wieder geschnaggelt, yay!

Und dann ist da noch ne leise Stimme, die ich derzeit ausblende. Die mich fragt, wie ich das denn bitte alles schaffen will, wo ich doch die Ungeduld in Person bin. Wenn der Keks nicht mal zwei ist. Vermutlich zwei Wickelkinder (braucht man da zwei Wickeltische?!). Der Keks noch nicht in der Kita (angemeldet ist sie ab 1.8., aber da haben die Ferien, also wirds wohl der 1.9. werden falls da nix dazwischen kommt). Rückkehr in den Job ungewiss (die verpassen der plötzlichen Vertretung bestimmt nen festen Vertrag dann), Familienleben ungewiss (wie GEHT das mit ZWEI Kindern, ich wüsst schon nicht was ich mit dem Keks machen soll während der FA-Termine?!?). Immerhin hat meine Hebamme sich sehr gefreut und mir schon zugesagt, auch wenn sie Ende Juli (natürlich!) im Urlaub ist…

Ich meine: Aaaaaaahhhhhhh!!! Wir bekommen noch ein Baby!?! Wie geil ist das bitte?!!

 

P.S.: Ich muss meinen Blog umbenennen. Hat jemand eine gute Idee? Ich schwebe nämlich gerade und kann keinen klaren Gedanken fassen.

Im Krankenhaus

Nach der Geburt (das Passwort könnt ihr gern per Kommentar erfragen, wenn ihr möchtet) durften der Herzmann und ich bis etwa sieben Uhr früh allein im Kreißsaal kuscheln. Der Herzmann fütterte mich stillend mit einer Scheibe Käsebrot, weil ich ziemlichen Hunger hatte. Dann kam eine Hebamme herein, die der Kleinen ein weiteres Namensbändchen um das Handgelenk wickelte (Vorname diesmal falsch geschrieben) und sie anzog. Zu mir sagte sie, ich solle mich anziehen und dann hinsetzen. Sie sprach recht gebrochen deutsch und war schwer zu verstehen, aber gut. Der Herzmann sammelte alle Sachen ein und ich wurde in so einen Liege-Rollstuhl verfrachtet und fünf (!) Meter raus in den Gang geschoben, wo ich wieder aufstehen und mich in ein Bett legen sollte. Ich fühlte mich soweit eigentlich ganz gut, kreislauftechnisch war auch alles in Ordnung, nur die PDA steckte noch etwas in den Beinen. Dann bekam ich mein Baby in den Arm und der Herzmann brachte mich mit einer Krankenschwester zusammen eine Etage höher auf die Wochenstation, da war es kurz nach halb acht.

Oben angekommen wurde ich zu zwei Frauen in ein Dreibettzimmer ans Fenster gerollt. Zu diesem Zeitpunkt war ich 24 Stunden wach und hatte eine körperlich und emotional sehr anstrengende Geburt hinter mir. Der Krawallkeks schlief total groggy in meinem Arm und ich wollte nur noch dösen. Der Herzmann blieb noch bis kurz vor acht, dann schickte ich ihn nach Hause zum Schlafen und er versprach, nachmittags wiederzukommen und Besuchs-Türsteher zu spielen (es hatten sich echt schon nichtfamiliäre Leute angekündigt!). Es wäre so schön gewesen, wenn ich einfach etwas hätte schlafen können, zumindest dösen… Aber nein. Die zwei Damen auf meinem Zimmer waren ja ausgeschlafen (eine mit leichten Wehen zur Beobachtung, eine mit Kaiserschnitt und Baby in der Betreuungsstation) und gaben ihr bestes, möglichst lautstark zu telefonieren und möglichst viel Besuch zu empfangen. Da eine hatte ihre Schwester mit Freund und Kindern da, die telefonierte und ständig „es“ sagte („da kannste es selber fragen“, „es muss noch im Krankenhaus bleiben“ etc. – lieb ich ja, sowas, besonders wenn man da nicht weghören kann…ich meine, ich komme auch vom Dorf, aber so hab ich nie geredet…), bei der anderen kamen Mann und 2jähriges Kind und ihr Bruder mit Tochter irgendwann; der Sohn war laut und sprang durch das Bett und drumherum und die Tochter stand ständig neben meinem Bett und starrte mein Baby und mich an. Zwischendrin kam Essen (Suppe – und das bei meinem Kohldampf…), eine Krankenschwester die mich ausfragte (Allergien? Telefonnummer? Vollkost? Mal hingefallen in den letzten 4 Wochen?), als ob ich diese Angaben nicht alle schon gemacht hätte bei der Geburtsanmeldung! Aber das sei für den Kreißsaal gewesen, man sei hier ja die Wochenstation. Äh, okay. Na dann. Hab ich also alle Angaben nochmal gemacht. Verstanden hab ichs nicht; der Herzmann hat bei Aufnahme im Kreißsaal auch noch einige Angaben gemacht, die ich auch schon gemacht hatte zwei Wochen zuvor. Kurz darauf kam dann eine neue Schwester, die mir im Schnelldurchlauf gezeigt hat, wie man mit dem Baby umgeht („Machst du so, legst du neue Windel hier, ziehst du Body so an.“ Und „Kannst du stillen? Legst du Kind so an, B*ustwarze in Mund, fertig.“ Das war übrigens auch alles, was man mir zum Thema Stillen gesagt hat; gezeigt wurde mir im Bett sitzend die Football-Haltung. Ich musste hierzu mein Kissen oder die Bettdecke knautschen, denn ein Stillkissen gabs nicht, nur im Stillzimmer hätte es zwei gegeben.

Irgendwann kam der Herzmann dann wieder, es war gegen vier oder so, ich versuchte gerade zu stillen – seit über einer Stunde, weil die Kleine ständig suchte und schmatzte und ich dachte dass nichts kommt und sie einfach Hunger hat. Das war natürlich tödlich für die B*ustwarzen, das Saugen tat weh und ich dachte, das müsse halt so sein am Anfang. Jemand maß meinen Blutdruck, der super sei, die Braunüle müsse aber noch im Arm bleiben, falls noch was wäre. Ich hatte morgens schon mal gefragt, ob sie die nicht rausziehen könnten, da hieß es noch nach dem Frühstück und wenn ich mal auf Toilette gewesen sei (was beides um zehn schon problemlos erledigt war). Ich fragte auch hier wegen den schmerzenden B*ustwarzen, aber mir wurde gesagt, dass die sich halt erstmal dran gewöhnen müssten. Okay, dachte ich, und fügte mich. Gegen fünf kamen meine Eltern (ich stillte derweil immer noch und hatte nicht geschlafen), sie gingen um sechs, als das Abendessen kam. Der Herzmann schmierte mir die zwei Brote und die Kleine war inzwischen endlich eingeschlafen, meine B*ustwarzen rot und rissig und ich wie gerädert. Ich teilte der Spätschicht mit, dass ich gern am nächsten Tag nach Hause gehen würde, wenn medizinisch nichts dagegen spräche bei mir oder meinem Kind; die Begeisterung hielt sich in Grenzen – ich solle das morgen bei der Visite sagen, aber es sei ja Sonntag und normalerweise sollte man bis zur U2 bleiben. Ich erwähnte meine Nachsorgehebamme und dass wir bereits einen Kinderarzt hätten, der die U2 auch durchführen würde. Die Frau mit den Wehen durfte derweil erstmal wieder nach Hause gehen.

Um sieben kamen meine Schwester und ihr Freund und blieben bis kurz vor acht, um acht ging dann auch der Herzmann und ließ uns allein.Ich war froh, dass er Kekse mitgebracht hatte – ohne hätte ich die Nacht vermutlich nicht überlebt. Ich wollte eigentlich endlich duschen gehen, hatte aber diese blöde Braunüle noch im Unterarm mit Unmengen von Mull drumherum. Außerdem war das Baby jetzt wieder wach und ließ sich nicht beruhigen, nicht durch schaukeln und wiegen und kuscheln und streicheln, nicht durch reden und einwickeln – nur durch saugen. Also legte ich wieder an, wieder im Sitzen, obwohl meine Nähte inzwischen so sehr schmerzten. Wieder dachte ich, dass das halt so sei. Ich hatte den ganzen Tag halb aufgerichtet gesessen im Bett. Niemand hatte mir gesagt, dass ich so viel liegen sollte wie möglich, keiner hatte mir etwas zum Kühlen angeboten oder auch nur mal gefragt wie es mit den Nähten ist oder mit dem Stillen klappt oder mit dem Wickeln oder überhaupt. Ich fühlte mich so schlecht betreut! Die Frau mit dem Kaiserschnitt neben mir gab immer mal ein paar Kommentare ab, bei denen ich zwischen nervig und hilfreich schwankte, die ich aber nicht richtig beurteilen konnte. Gegen zehn versuchte sie zu schlafen und wir auch – leider gurgelte es im Bauch meines Babys so sehr, dass es ständig weinte und sich einfach nicht beruhigen wollte. Bis ich es nicht mehr aushielt und fast mitgeheult hätte vor Hilflosigkeit und Wut über diese Wochenstation, die ich zuvor noch so gut gefunden hatte bei meinem ersten Aufenthalt hier. Ich packte mein Baby und schob es ins Kinderzimmer. Dort würde man mir doch helfen können! Und wenn nicht, würde ich Rabatz machen und mich nicht abspeisen lassen. Es hatte inzwischen einen Schichtwechsel gegeben und ich traf auf ein vertrautes Gesicht – die Nachtschwester von meinem ersten Aufenthalt wegen des Lagerungsschwindels. Und sie war die erste, die mich mal fragte, wie es mir denn ging. Sie nahm sich Zeit und zeigte mir alles noch mal in Ruhe, erlöste den Krawallkeks mit einem Fieberthermometer von den Blähungen und dem festsitzenden Mekonium und half uns beiden damit wirklich sehr. Sie zog mir auch die Braunüle und schickte mich duschen und etwas schlafen. Ich war ihr so dankbar, dass ich um ein Haar in Tränen ausgebrochen wäre! Auch weil ich mir vorkam wie eine schlechte Mutter, dass ich mein weinendes Baby bei ihr ließ.

Ich duschte endlich und legte mich hin, und vermutlich bin ich sofort eingeschlafen – da war es übrigens kurz nach vier Nachts und ich war über 44 Stunden wach gewesen. Um halb sechs bekam ich mein schlafendes Baby zurück; es war gepuckt und sah so friedlich aus. Ich dankte der lieben Nachtschwester kurz und schlief selbst weiter – bis um sieben. Denn da flog die Tür auf, man wolle Blutdruck messen und Blut abnehmen für den Eisenwert. Das war eine Ärztin, die das machte, und obwohl ich nur drei Stunden geschlafen hatte, muss ich ziemlich bestimmt gewirkt haben, als ich ihr sagte, dass ich sofort nach Hause will. Sie war ebenso wenig begeistert, trug mir aber auf, mit dem Krawallkeks (der noch schlief) ins Kinderzimmer zu gehen. Ohne wiegen und „Endkontrolle“ würde ich nicht entlassen werden. Ich solle frühstücken und mich dann darum kümmern. Also holte ich mir Frühstück, frühstückte und wartete auf den Herzmann, der gegen halb neun kam. Die Ärztin erschien kurz darauf, flaumte mich regelrecht an, wieso ich den Schwestern noch nix von meinem Entlassungswunsch erzählt hätte, aber egal, ich solle jetzt dann halt mal mitkommen und das Baby bei meinem Mann lassen, fürs Entlassungsgespräch. Untersuchen (US) bräuchte sie mich ja nicht, da würde man eh nix sehen in der Gebärmutter, das wär dann halt so wenn ich jetzt schon nach Hause wolle und nicht bis zur U2 dableiben wollte. Ich ging mit ihr und war etwa 10 Minuten in einem Besprechungsraum mit ihr, kann mich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern was sie da alles sagte oder fragte. Das ist einfach weg. Irgendwas mit „nicht baden“ und Kontrolltermin in 6 Wochen beim Frauenarzt, alles andere ist echt weg.

Ich ging dann wieder zum Herzmann und zum Krawallkeks, der immer noch schlief (da war es kurz nach neun). Eigentlich wollte ich sie gar nicht wecken, aber man wollte mich bis zehn entlassen. Also rollte ich sie ins Kinderzimmer und ließ den Mann meine Sachen packen. Er kam kurz darauf zu uns mit dem Heimfahr-Outfit, da wartete ich noch immer, dass eine der Kinderkrankenschwester Zeit fand für uns. Mein Beckenboden drückte, die Nähte ziepten, ich stand neben dem fahrbaren Babybettchen. Eine halbe Stunde lang. Dann schnappte sich die Kinderkrankenschwester unser Baby, riss es aus dem Schlaf und zog es aus. Ob wir uns sicher seien mit dem Heimfahren. Wegen der U2 und so. Wir bejahten. Es wurde der Zuckerwert genommen, der war bei 68 und damit wohl okay. Dann sollten wir unterschreiben, dass wir die Blutabnahme bzgl. des Stoffwechselscreenings verweigerten. Machten wir; das würde die Hebamme machen, darum hatte ich mich im Vorfeld schon prophylaktisch gekümmert. Dann wurde die Kleine gewogen. Die Schwester rechnete. Und teilte uns dann schroff mit, dass unser Mädchen 9 % des Geburtsgewicht abgenommen hätte und sie unter diesen Umständen eigentlich nicht entlassen werden könnte. Wenn, dann nur gegen ausdrücklichen ärztlichen Rat und überhaupt wäre das fahrlässig und von uns total unverantwortlich. Das verunsicherte mich dann etwas und brachte den Entschluss ein wenig zum Bröckeln. Andererseits wollte ich unbedingt nach Hause, da ich bisher auch nur rumgelegen/-sessen und sich niemand um mich gekümmert hatte. Deswegen teilte ich der Kinderkrankenschwester mit, dass wir jetzt erstmal meine Hebamme anrufen und die dazu befragen. Da kam dann allen Ernstes die Frage „Wieso denn das? Vertrauen Sie der mehr als uns hier?“ Ungelogen! Und ich so: „Ja.“ Ich blieb beim Kind und zog es schon um, der Herzmann rief derweil die Hebamme an.

Kurz darauf kam er zurück, die Kinderkrankenschwester hatte mich bis dahin ignoriert und irgendwelche Papiere ausgefüllt. Meine Hebamme sagte, dass wir trotzdem nach Hause gehen sollten. Zur Sicherheit (weil Sonntag war) sollten wir uns etwas Pre-Nahrung mitgeben lassen; die Hebamme würde dann um halb zwei zu uns nach Hause kommen und nach uns schauen. Sie sagte, dass das Stillen zu Hause sogar besser klappen würde als im Krankenhaus und 9 % ja noch völlig im Rahmen lägen und nicht ungewöhnlich seien. Das beruhigte sowohl mich als auch den Herzmann, und so nahmen wir unsere Krankenhausgeschenke, unseren Kram und unser Baby und fuhren gegen kurz nach zehn nach Hause. Die Sonne schien, es war ein tolles Gefühl, den kleinen Keks mitnehmen zu können und ich war froh, die Entscheidung getroffen zu haben, nach Hause zu gehen – auch gegenärztlichen Rat. Ich würde es rückblickend jederzeit wieder so machen.

Geschützt: Geburtsbericht Krawallkeks

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