16 Monate Krawallkeks

Der Keks
Motorik

Derzeit perfektionierst du das Klettern. Wir haben dein Babyset vom TrippTrapp abmontiert und du kannst selbst hinauf und auch gut wieder runterklettern, obwohl du noch recht klein bist und nicht gut mit den Füßen auf die Erde kommst. Allerdings bist du recht erfinderisch, was das Festhalten angeht, und nutzt die Lehne oder den Tisch dafür. Du kannst ganz allein die Treppe rauf- und wieder runtergehen (auf zwei Beinen mit Festhalten an den Stangen – sodass wir das Treppengitter oben immer noch nicht montiert haben und wohl auch erstmal nicht werden). Klatschreime machen dir jetzt richtig viel Spaß und du beginnst sie auch von allein. Worauf du gerade keine Lust hast, ist Spazierengehen. Wir wissen nicht warum, aber draußen beginnst du quasi sofort zu meckern und willst getragen werden oder in den Buggy. Vielleicht nerven dich einfach die vielen Kleidungsschichten? Drinnen bist du nämlich nie im Stillstand und rennst permanent umher.

Essen

Gna. Ob ich derzeit abends etwas koche oder nicht, ist dir egal. Du kostest kurz, isst ein paar wenige Happen und forderst dann ein Brot ein. Ich mache da kein großes Brimborium draus, Extrawürste werden nicht gekocht – dann isst du eben Brot. Nach wie vor gehen meist Nudeln ganz gut – aber bitte ohne Soße! – Mais ist der Renner, Süßspeisen wie Grießbrei, Milchreis etc. sowieso. Wenn man dich fragt, was du essen möchtest, sagst du zu allererst Würstchen, wenn es das nicht gibt, versuchst du Waffel (diese Frischei-Waffeln darfst du manchmal essen – ein Teufelszeug!), danach kommt dann tatsächlich Brot. Morgens darfst du dir aussuchen, ob du Müsli oder Toast essen möchtest, das hält sich derzeit noch gut die Waage. Seitdem ich selbst wieder so Lust auf Erdbeeren habe und es die manchmal schon gibt, obwohl noch keine Saison ist, fährst du auch auf Erdbeeren wieder ab und hast dir auch postwendend das Babyzeichen dafür angeeignet, und obwohl wir seit Ewigkeiten das Zeichen für Milch nicht mehr benutzt haben, weil du seit dem Abstillen keine trinken möchtest, kam zack das Zeichen für die Mii in dein Müni wieder, wenn dir zu wenig drin ist. Kchchch. Obst ist leider gerade wieder schwierig. Apfel möchtest du zwar sehr oft haben, aber du zerkaust ihn nur uns spuckst ihn dann irgendwo aus. Ich weiß nicht wieso – wir haben schon verschiedene Sorten probiert und auch dicke/dünne Schnitze mit und ohne Schale und ganzen Apfel, das Phänomen ist immer gleich.

Schlafen

Nach Weihnachten hatten wir tatsächlich mal ein paar wenige Nächte, die du durchgeschlafen hast oder wo du nur einmal kurz wach wurdest. Derzeit ist es wieder ganz, ganz schlimm. Du schläfst meistens um kurz nach acht ein und dann bis elf oder eins, und dann getht es los. Du nörgelst, einer von uns kommt zu dir, gibt dir nochmal zu trinken und dann kannst du nicht einschlafen. Du rumorst in deinem Bett herum oder liegst einfach nur da und starrst, immer willst du dabei eine Hand haben und dass wir den Raum verlassen geht gar nicht (dass wir dich mit zu uns nehmen geht auch gar nicht, dann willst du nämlich Blödsinn machen). Wir haben inzwischen eine Decke und ein Kissen vor dein Bett gelegt und überlegen, ob wir nicht noch eine Matratze oder so hinlegen können, weil du gut und gern 1-2h brauchst, bis du wieder schläfst. Du hast nachts übrigens einen mörderischen Durst und trinkst fast immer den kompletten Kiddy Cup leer. Vormittags schläfst du seit etwa drei Wochen nicht mehr. Das finde ich gut, denn so bist du mittags ausreichend müde und gehst gegen 12:30/13 Uhr für 1,5-2h Schlafen, wobei 2h inzwischen eher die Ausnahme sind, trotz der miesen Nächte. Vermutlich ist es der 72-Wochen-Schub inkl. 4. Eckzahn, der Schuld ist. Der ist nämlich immer noch nicht durch, der Sack.

Sprechen

Hier kommt derzeit ungelogen mindestens ein neues Wort am Tag. Du kannst auch schon schwierige Worte sagen wie „Azt“ (Arzt) und so weiter und du kannst zuverlässig die Farben blau, grün und gelb zuordnen (das liegt an der Sternenlichtlampe, da haben wir irgendwann einfach mal angefangen die Farben zu sagen wenn sie wechselt). Du diskutierst richtig mit mir: „Mama, komm“ – „Wohin denn?“ – „Dah’n“ – „Och lass die Mama jetzt mal sitzen, ich mag jetzt nicht.“ – „Dooo! Komm!“ 😀 Heute hast du mir gesagt, dass ich kochen gehen soll („Mama, koo!“ mit zeigen auf den Herd und die Schublade mit den Töpfen) und als ich fragte, was du essen möchtest, wolltest du „Nunu“, also Nudeln. Du quatscht ständig Dinge nach, sagst „Bi päter!“ wenn der Papa morgens arbeiten fährt und und und. Ich habe keinen Vergleich zu anderen Gleichaltrigen, aber mir wurde jetzt schon mehrfach gesagt, dass das richtig gut sei, was du sprachlich kannst, und da bin ich echt sehr stolz auf dich. Ich vermute, dass es an den vielen Büchern liegt, die wir tagsüber lesen, und daran, dass du ständig nach Dingen fragst und wir sie dir erklären. Ich vermute auch, dass das bei deinem Geschwisterchen dann etwas anders sein wird, weil dann vermutlich die Zeit für so viele Bücher etwas fehlt.

Sonstiges

Komm raus, du blöder letzter Eckzahn!!!



Mama und Papa 

…sind noch müder als müde und freuen sich über gemeinsame Unternehmungen im Sinne von „früh schlafen gehen“. Viel los ist nicht mit uns im Moment. Wir funktionieren nur irgendwie.

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3 Kommentare zu “16 Monate Krawallkeks

  1. kremplinghaus 31. Januar 2016 um 09:10 Reply

    Wow. Da ist euer Keks ja richtig weit in ihrer Entwicklung. Bei uns wird noch nicht richtig gesprochen, nur Kauderwelsch und einsilbiges. Das macht das verstehen vom Kind sehr schwierig. 😞
    LG Bianca

    • drachenkatz 31. Januar 2016 um 09:38 Reply

      Ich schiebe das wirklich auf die Bücher. Ich lese und erkläre sicherlich 4 Stunden am Tag irgendwelche Bücher, Dinge in Büchern,… Beim Kräcker wird das so dann ja auch nicht mehr gehen. Der 19 Monate alte Sohn einer Bekannten aus dem Schwimmen sagt bisher auch nicht viel, stapelt dafür zB. aber Lego bis unter die Decke. Die sind alle so unterschiedlich!

  2. Sabrina 9. März 2016 um 11:36 Reply

    Ich kann da nur beipflichten. Unsere Beiden sind ja echt nah beinander, aber mein Kind hatte nie Zeit, um sich was aus Büchern anzuhören (anschauen sehr wohl). Daher ploppen auch erst so langsam die ersten Wörter heraus (ja, des, da, des da und hallo). Das wars. Sie kriegt ja auch (fast) alles, was sie mag so 😉

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