Projekt Chaoskräcker

Als ich vor 2 Monaten beim Frauenarzt war, weil ich dachte, dass die Übelkeit evtl. an einer Schwangerschaft liegt, sagte er mir ja, das die beiden Eierstöcke wieder nach PCOS aussehen. Er empfahl mir, „weiter Gewicht zu reduzieren“ und abzuwarten. Ich wiege derzeit 70,6 kg bei 163 cm Größe, das ist noch etwas mehr (3 kg) als vor der Schwangerschaft, aber fast 10 Kilo weniger als vor der Ernährungsumstellung, die ich vor 3 Jahren machte. Seit diesem Frauenarzttermin versuche ich also, irgendwie wieder weiter runter zu kommen gewichtstechnisch – und ja, ich fühle mich so auch noch nicht wohl. 1 Kilo habe ich seitdem geschafft. Eigentlich müsste ich Sport machen, anders geht es nicht so gut, das weiß ich von mir schon. Ich hatte immer große Probleme abzunehmen (die Schilddrüse würde mal gecheckt, scheint alles okay). Gerne würde ich wider Badminton spielen gehen, aber jetzt wieder einsteigen und sich in einem Verein anmelden, wo doch bitte bitte Nummer zwei bald kommen soll? Erscheint mir blöde, weil gerade Badminton ja dann schon in der frühen Schwangerschaft nicht mehr gespielt werden sollte. Und laufen, bei dem Wetter? Da kriegt mich nicht mal ein Hund vor die Tür, noch dazu im dunklen, weil ich ja nur laufen könnte wenn der Mann zu Hause ist und auf den Keks aufpasst, noch dazu wo ich eh null Kondition habe gerade und erstmal viele Gehpausen einlegen müsste. Also bleibt es bei der Ernährung und sich zäh dahin schleppenden Grammzahlen, wenn überhaupt.

Die nächste Sache ist der Zyklus. Ich bin heute an ZT 40 und habe eine Basaltemperatur von 36,1 Grad gehabt. Immer noch unten. Es zieht nichts. Kein Eisprung in Sicht. Es zeichnet sich also nicht ab, dass irgendwann mal was passieren mag, mein verkorkster Zyklus dank polyzystischer Ovarien ist also genauso mindestens blöde wie vor der Schwangerschaft mit dem Keks, wenn nicht sogar noch blöder. Ich fragte beim letzten Termin auch gleich, was wir machen wenn es wieder so lange Zyklen sind. Mein Frauenarzt hat da die Ruhe weg, er sagte, wir warten ein paar Zyklen und sehen dann weiter. Ja. An sich hätte ich da kein Problem mit, aber während andere Frauen eben mal 2-3 Monate warten, weiß ich gar nicht wie lange ich überhaupt warten müsste, bis der erste Zyklus sich dem Ende zuneigt. Das macht mich wahnsinnig und traurig und angespannt und ungeduldig. Denn es soll doch nächstes Jahr ein Geschwisterchen für den Keks geben, bitte. Es wäre so schön, wenn die Kinder nicht so weit auseinander wären. Und auch arbeitstechnisch wäre wohl alles einfacher. Denn: Mein Arbeitgeber hat plötzlich doch eine Elternzeitvertretung für noch 2 Jahre eingestellt und dann telefonisch durch neue Teamchefin verlauten lassen, dass er mich in der Elternzeit nicht braucht, schon gar nicht in Teilzeit (obwohl noch genug outgesourcet werden muss!). Und nach der Elternzeit (beantragt habe ich ja 3 Jahre mit der Absicht, in der Elternzeit Teilzeit arbeiten zu gehen, was bekannt war) bittegerne nur in Vollzeit. Das bedeutet, dass ich meinen gesetzlichen Anspruch auf eine Teilzeitbeschäftigung in der Elternzeit ab nächstem Oktober 2016 ggf. gerichtlich durchsetzen müsste. Das könnte ich mir sparen (erstmal zumindest), wenn ich 2016 schwanger wäre. Vom Geld mal ganz abgesehen – da würde ich sogar das Elterngeld nach dem vollen Gehalt berechnet bekommen, weil ich ab November nämlich gewerblich nähe und meine freiberufliche Designtätigkeit wieder aufgenommen habe, weswegen sich der Berechnungszeitraum auf 2014 schieben lässt, aber das nur am Rande. Ich habe jetzt schon Bauchschmerzen, wenn ich an die Arbeitssituation denke. Es wäre so viel einfacher erstmal, wenn es jetzt bald klappt, was ja eh geplant ist. Womit wir wieder beim Zyklus sind, der zuerst mal klappen muss.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen „dem Körper noch etwas Zeit geben“ und „das wird ohne Hilfe alles wieder ewig dauern“. Ich möchte keinen großen Abstand zwischen den Kindern haben, zwischen meiner eigenen Schwester und mir liegen 6 Jahre und das ist einfach nur total blöd. Mich wurmt das total, dass ich nicht richtig funktioniere, irgendwie kaputt bin. Während andere 2-3 Chancen haben, schwanger zu werden, warte ich immer noch darauf dass eines der vielen Eier mal springen möchte.

Ich nehme derzeit wieder Ovaria comp., sonst nichts. Tee bekomme ich einfach nicht runter, Mönchspfeffer etc. will ich nicht einfach so einschmeißen. Und so verschiebe ich momentan jeden Tag meinen Anruf beim Frauenarzt auf den nächsten Tag, weil ich insgeheim befürchte, dass der mich für versessen hält wenn ich jetzt schon da anrufe und meine Hormone checken lassen möchte. Soweit ich weiß wird das ja an bestimmten Zyklustagen am Anfang gemacht, also müsste ich sowieso warten bis ich das nächste mal dann da bin. Und wann das wohl sein mag, steht in den Sternen.

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3 Kommentare zu “Projekt Chaoskräcker

  1. sanarabrooks 18. Oktober 2015 um 11:45 Reply

    Hi!
    Ich bekam auch mal die Diagnose PCOS.
    Mein Zyklus neigte auch dazu, zu lange und eisprungfrei zu sein. Momentan habe ich meinen Zyklus im Griff! Ich wende NFP mit Basaltemperaturmessung an. Deine Basaltemperatur von 36,1 ist selbst für die erste Zyklushälfte ziemlich niedrig! Bei Schilddrüsenunterfunktion neigt man zu erniedrigter Basaltemperatur. Wurde die Schilddrüse gecheckt? Wenn ja, warst du im Grenzbereich, aber evtl. schon etwas im Übergangsbereich. Evtl. nochmals prüfen!
    Sind sie Eisenwerte okay oder evtl. grenzwertig?

    • drachenkatz 18. Oktober 2015 um 14:39 Reply

      Hallo, die Werte der Schilddrüse kenne ich nicht, mir wurde nur gesagt dass sie in Ordnung sind. Habe ich ja auch geschrieben. Eisenwerte sind top, waren auch in der Schwangerschaft über dem Durchschnitt. :-/

      • sanarabrooks 18. Oktober 2015 um 17:48

        Ich drück dir die Daumen, dass es doch noch klapp!

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