Archiv für den Monat Februar 2015

Was mich glücklich macht

 

  • das Babylachen, wenn man Quatsch mit ihr macht
  • Kaffee mit Milchschaum
  • wenn der Herzmann sie morgens mitnimmt zum Wickeln und ins Bad, damit ich noch 15 Minuten dösen kann
  • nähen
  • Sonne!
  • kleine Patschehände in meinem Gesicht
  • der Geschmack von Granatapfel und Vanillepudding
  • nicht sagen zu können wie oft sie nachts trinken will
  • neue Rezepte auszuprobieren
  • nach Klamotten und Stoffen und Schnittmustern zu schauen
  • das Baby in der Trage zu tragen
  • und wie die meisten Leute dann schauen, als sei das eine kleine Sensation, weil man das so selten sieht
  • Eis
  • dass der Herzmann sich so auf die Kleine freut, wenn er abends nach Hause kommt
  • dass die Kleine sich so auf den Papa freut, wenn er abends nach Hause kommt
  • ihr den ersten Schnee ihres Lebens zu zeigen und zu versprechen, dass wir ihr einen Schlitten kaufen und zusammen damit fahren
  • zu sehen, wie sehr sie sich freut, wenn sie mit dem Papa Baden darf
  • das Jauchzen zu hören, wenn ihr Papa sie fliegen lässt
  • mir selbst Tulpen zu kaufen
  • wenn meine Schwester nicht genug von ihrer Nichte bekommt und deswegen öfter spontan vorbei kommt (früher undenkbar!)
  • und dann Kuchen oder ein Geschenk für den Keks mitbringt
  • als der Herzmann mir spontan eine Overlockmaschine schenkte
  • laut im Auto Linkin Park mitsingen
  • nackte Baby-Stinkefüße knutschen
  • ihr Blick, wenn sie stillt
  • nach dem Duschen noch 10 Minuten drunter stehen zu bleiben und das Wasser immer heißer zu drehen
  • als meine Schwester sagte, ich hätte das hübscheste Baby das sie je gesehen hat
  • das Gefühl, wenn man sich eine halbe Stunde Zeit genommen hat zum sporteln
  • in den graubraunen Garten zu schauen und sich den bunten Sommer vorzustellen
  • das schlafende Baby anzuschauen und dabei zu denken, dass sie vor einem Jahr noch in meinem Bauch war
  • Erdbeeren mit Schlagsahne

4-Monats-Keks

Vor einer Woche ist sie tatsächlich schon 4 Monate alt gewesen. Ich kann (und mag) das gar nicht glauben. Ich meine: VIER Monate ist sie alt. Ein halbes Jahr bin ich nun schon zu Hause. Und sie wächst soooo schnell! Ich ertappe mich so oft dabei, wie ich mir ziemlich wehmütig wünsche, dass sie doch nicht so schnell groß wird.

 

Der Keks

Du trägst derzeit eine gute 62, in einigen Hosen schon 68. Du rollst dich seit einem Monat vom Bauch auf den Rücken und wirst immer schneller dabei, du ziehst dich selbst in der Wippe oder an unseren Zeigefingern zum Sitzen hoch, du lachst mit Ton, kannst gezielt nach Dingen greifen und wenn man dich hochnehmen soll oder du irgendwo näher schauen möchtest, streckst du die Ärmchen nach einem bzw. nach der Sache aus. Du liebst es, wenn dein Papa mit dir den Flieger macht und freust dich ganz dolle, wenn er abends nach Hause kommt. Du kannst es gar nicht leiden, wenn Mama dienstags zur Rückbildung ist und du mit deinem Papa allein zu Hause bleiben musst, bisher gab es jedes Mal ein großes Drama dann. Nuckel findest du nach wie vor doof und Muttermilch aus der Flasche magst du auch nicht trinken, was es dem Papa natürlich nicht leichter macht, dienstags auf dich aufzupassen. Letzte Woche hast du deinen ersten richtigen Schnee gesehen und warst auf unseren Spaziergängen hellwach. Ich habe dich in die Fräulein Hübsch gesteckt und du warst wach und hast dauernd den Kopf gedreht, um auch ja nichts zu verpassen. Vor ein paar Tagen hatten Mama und Papa Geburtstag, und du hast auch Geschenke bekommen (abgesehen von dem Ringsling, den sich Mama gewünscht hat und den du auch ganz toll findest). Deine Tante ist hin und weg von dir und kommt ganz oft vorbei. Du scheinst sie auch zu mögen und bist einmal sogar ganz entspannt auf ihrem Arm eingeschlafen. Und das, obwohl du soooo neugierig bist! Du schaust lieber bis zum Umfallen herum, statt zu schlafen. Nach wie vor schläfst du am effektivsten beim Tragen oder an Mamas Brust ein, tragend mmmmhst du dich dann meistens selbst in den Schlaf. Und wenn du zu müde bist, muss seit zwei Wochen Mama dich tragen und dabei singen, dann wirst du ganz still und ruhig und hörst zu, bis die Augen zu sind. Vorher bist du besser bei Papa eingeschlafen. Übrigens ist der beste Müdigkeits- Indikator bei dir, wenn der Kopf warm wird. Dann dauert es nur noch ein paar Minuten und du bist weggedämmert.

Heute waren wir zum 3. Mal zum Impfen, und du hast nur kurz genörgelt und gar nicht geweint. Der Doc ist sehr zufrieden mit dir und sagt, wir sollen dich in deinem Bewegungseifer unterstützen (da hatten Mama und Papa etwas Bedenken, weil du ja noch so klein bist, aber ständig sitzen und stehen willst und meckerst wenn wir da nicht mitmachen). Er sagte, dass du das super machst und wenn du dich weiter so schnell in der Mobilität entwickelst, du bald die Wohnung unsicher machen wirst und wohl früh laufen kannst. Etwas komisch ist das zwar schon, wenn Babys, die zwei Monate älter sind, nicht so lange den Kopf halten oder sich so hochziehen können wie du – aber es ist okay. Vielleicht sprichst du dafür später, und das wäre auch okay, denn wir lieben dich so, wie du bist. Deine Ungeduld, wenn Mama die B*rust nicht schnell genug auspackt oder Papa morgens nicht schnell genug in die Gänge kommt, um vor der Arbeit noch kurz mit dir zu spielen – das strahlende Lächeln, dass du uns schenkst, wenn wir mit dir Quatsch machen und das Gemecker, wenn du merkst, dass du gerade nicht der Mittelpunkt bist oder man dich kurz allein im Raum lässt…das alles macht dich so wunderbar liebenswert und einzigartig!

 

Mama und Papa

Wir haben keinen Grund zur Klage, auch wenn das viele offenbar anders sehen. Ständig werden wir gefragt, wie denn die Nächte seien, wie oft du trinken willst und wie lange du schläfst, ob du nicht bald aus dem Ehebett ausziehen willst und wieso wir dich nicht auch mal weinen lassen, wenn es nicht nach deinem Kopf geht. Auf die Frage nach den Nächten antworten wir inzwischen nur noch, dass wir uns nicht beschweren können und super schlafen. Dass das Beistellbett momentan nur als Ablage für Mamas Buch benutzt wird, erzählen wir gar nicht mehr, weil das nämlich immer zu mitleidigen Blicken führt. Die meisten Leute halten es wohl für nervig, dass du direkt neben mir schläfst – ich finde es ehrlich gesagt richtig schön, wie du dich an mich kuschelst und wir beide gar nicht wach werden, wenn du nachts Hunger hast. Deswegen kann ich auch gar nicht sagen, wie oft du nachts trinkst. Du bist eigentlich rund um die Uhr in Mamas Nähe – nur wenn Mama näht oder zur Rückbildung ist, passt Papa allein auf dich auf. Das bedeutet allerdings auch, dass wir beide das Paarsein etwas vermissen…