Verdammt und zugenäht…

Ich hab grad etwas Schiss. Denn heute werde ich gegrillt. Also nicht wirklich, aber so fühlt es sich sicher an und bestimmt wird es auch so riechen. Unter der Geburt bin ich innenliegend gerissen. Das kommt bei Saugglockengeburten wohl häufiger vor. Ich wurde über eine Stunde lang genäht und konnte auch zwei Wochen nach der Geburt weder lange sitzen noch stehen, vom Laufen mal ganz zu schweigen. Wochenlang half ich mir mit Traumeelsalbe und Calendulaspülung irgendwie über die Schmerzen und das Brennen hinweg. Sechs Wochen nach der Geburt hatte ich den Nachsorgetermin beim Frauenarzt, der alles begutachtete und dann mit einem Höllenstein (Silbernitrat) eine erbsengroße Wucherung verätzte, die sich am Narbenrand gebildet hatte. Das brannte wie Feuer. Angeblich sollte es nach ein paar Stunden aufhören. Tat es aber nicht. Das Brennen blieb mehrere Tage dauerhaft, machte sich dann immer beim Wasserlassen bemerkbar und war dann kaum auszuhalten. Anfang Dezember ließ ich mir dann einen neuen Termin geben, denn so ganz normal war das bestimmt nicht. Inzwischen hatte ich nämlich auch immer etwas Blut am Papier. Er schaute nach. Neue Wucherung. Manche Frauen neigten dazu. Dann sah er genauer hin – oh, die Narbe sei an der Stelle auch wieder auf gegangen. Sowas hätte er noch nicht gehabt. Sprachs, betäubte mich und griff zu Nadel und Faden. Und Silbernitrat. Neuer Termin Mitte Januar, zur Kontrolle und Vorsorge. Diesmal hörte das Brennen tatsächlich 2 Tage später auf. Ich dachte, es sei endlich alles okay.

Dieser Kontrolltermin war Montag. Heute muss ich in die Gynäkologische Tagesklinik und werde gegrillt. Auf dem Handzettel mit der Anfahrtsskizze steht „Granulationspolyp“. Denn er ist wieder da. Mein Frauenarzt möchte ihn wegbrennen oder so ähnlich, so genau habe ich da gar nicht zugehört um ehrlich zu sein. Jedenfalls sagte er irgendwas mit Betäubung und Strom und dass es damit dann hoffentlich erledigt sei. Und doppelt-erbsengroß. Ich wills gar nicht so genau wissen. Ich hoffe nur, es tut nicht so weh. Ich habe gerade wahnsinnig Schiss. Hätte ja nicht gedacht, dass mich das noch verfolgt, wenn die Kleene schon fast 4 Monate alt ist. Und ich hoffe, dass es dann wirklich erledigt ist damit und wieder alles benutzt werden kann, wie es soll.

Übrigens erzählte ich davon auch meiner Mutter. Leider hat sie – trotz Erklärung meinerseits – mal
schön weitererzählt, ich hätte einen Gebärmutterriss und würde eine Ausschabung bekommen. (WTF!?!?) Dafür wünschten meine Schwester und meine Tante mir gestern nämlich viel Glück, und ich so: HÄÄÄ? Sowas ärgert mich. Sehr. Aber ich mache denselben Fehler leider immer wieder und erzähle ihr sowas. Grmpf.

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2 Kommentare zu “Verdammt und zugenäht…

  1. McMaren 23. Januar 2015 um 07:37 Reply

    Äh, ja, das ist ja quasi dasselbe. Und überhaupt. WTF? Das klingt sehr schmerzhaft.

    Also gar nicht unbedingt mal der Eingriff, sondern dein bisheriger Leidensweg. Aua!! Ich drücke dir ganz feste beide Daumen, dass es ab heute nur noch bergauf geht!

  2. Frl. Null.Zwo 23. Januar 2015 um 11:32 Reply

    Aua 😦
    Alles Gute und vor allem ein Ende deines Leidensweges!!!

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