Weihnachtstage…

Das erste Weihnachten mit Baby…ist nun auch vorbei. Ich würde lügen, sagte ich, es sei besonders schön gewesen. Genau genommen war es ziemlich anstrengend und der Keks hatte nichts davon. Sie ist ja noch so klein. An Heiligabend waren meine Eltern und Schwester mit ihrem Freund bei uns zum Essen, kamen gegen halb fünf und gingen um halb zehn wieder. Die übliche Schlafenszeit unseres Mädchens ist zwischen sechs und acht abends, da ziehen wir sie um, wickeln noch einmal und packen sie dann aufs Sofa neben mich (nachdem unser „Einschlafplan“ gescheitert ist und wir nun wieder stressfreie Abende haben – dazu schreibe ich nochmal was). Wenn wir diesen Müd-Moment verpassen, wird sie unausstehlich und ist nörgelig und WACH bis irgendwann gegen halb elf. So war das an Heiligabend, nur noch ne Spur verschärft, weil sie ja so viele Eindrücke vom Tag hatte. Da war hier Party bis kurz vor 12 angesagt. Mit viel Weinen und Tragen und Übermüdung. Vermutlich hat sie deswegen dann auch am ersten Weihnachtsfeiertag fast pausenlos geschlafen (oder es war der Rotwein im Gulasch Schuld). Das war ein sehr entspannter Tag, ehe es am zweiten dann mittags wieder zu meinen Eltern ging. Es gab auch hier wieder Essen, wir sind diesmal aber um kurz nach fünf schon wieder gefahren, weil der Keks nörgelig war und wir nicht nochmal den Schlafmoment verpassen wollten. Zu Hause habe ich sie dann gewickelt und gleich in den Schlafi gepackt, und wie sich herausstellte, war das auch eine gute Idee, denn ab kurz nach sechs schlief sie selig auf dem Sofa.

Die Ausbeute des Krawallkekses: 4 Bilderbücher, 1 Spielmaus von ministeps, ein voll cooler Eulen-Schlafanzug von hatley’s, ein gruseliges Kleidchen mit Spitze, Rosenstickerei und Bubikragen, ein absolut gruseliger Nickistrampler in 74 (!) mit Rosenstickerei und rosa Rüschen (!!!), eine Punktehose, eine Punktestrickjacke (Gr. 80…) und eine Finanzierungshilfe für ihren Hochstuhl. Von uns selbst hat sie nichts bekommen; wir haben ja die Nonomo gekauft und kaufen sonst immer zeitnah das, was sie gerade braucht. Das schönste Geschenk für sie war eh eine rote Geschenkschleife. 😀

Der Herzmann hatte in der Weihnachtswoche Montag, Dienstag und den halben Mittwoch Bereitschaft, dann Urlaub, noch bis Mitte Januar. Und das ist sooo so schön! Morgens, wenn der Keks zwischen 8 und 9 wach wird, gehe ich sie wickeln und ziehe ihr den Strampelsack aus (Schlafsäcke kann sie immer noch nicht aussetehen). Dann gehen wir nochmal ins Schlafzimmer, machen das Rollo hoch und legen uns zum Papa. Entweder ist er schon wach oder sie brabbelt ihn wach. Morgens hat sie eine Erzählstunde, da wird gejauchzt, gequietscht und gegluckst. Sie rollt sich hin und her, freut sich, wenn sie es auf den Bauch schafft und strampelt, was das Zeug hält. So nach 30-60 Minuten stehen wir dann auf und machen uns fertig. Während der Herzmann und ich im Bad sind, sitzt sie in der Wippe dabei und verhaut ihren Vogel (da ist so ein Ärmchen mit einem hängenden Vogel dran). Dann ziehe ich sie um und wir gehen runter, dort wird nochmal gestillt und sie schläft meistens dabei ein, während der Herzmann Frühstück macht. Ist der Keks eingeschlafen, leg ich sie in die Nonomo (definitiv eine der besten Anschaffungen für sie!), dann frühstücken wir zusammen. Das ist eigentlich jeden Tag gleich, erst ab dem Aufwachen nach ihrem Vormittagsschläfchen ist der Tagesablauf dann unterschiedlich bis zum Abend.

Zusammengefasst können wir sagen: Weihnachten mit 13 Wochen altem Baby ist irgendwie stressiger als ohne und nicht „besonders schön“ – das kommt vermutlich dann erst nächstes Jahr, wenn sie den Trubel erfassen und auch das ganze Drumherum verstehen kann. Ich selbst bin eh nicht so der Weihnachtsmensch; ich finde, alle geben sich da immer besonders viel Mühe, haben diese Erwartung auch an alle anderen und gerade deswegen kracht es meistens. Außerdem hockt man quasi ständig aufeinander, und wenn wir nicht zwei Tage vor Heiligabend eine Aussprache mit meinen Eltern bzw. eher mit meiner Mutter forciert hätten, wäre das erste Weihnachten mit Baby auch ziemlich einprägsam gewesen – und zwar als Familiendesaster. So war’s halt „nur“ etwas stressig und für uns ist klar, dass wir nächstes Jahr nicht zwei Feiertage mit demselben Personenkreis, nur an anderer Location verbringen werden. Erst recht nicht Heiligabend.

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