12 Wochen Keks

Mir juckt es seit Tagen in den Fingern, ich habe sooo viele Dinge, über die ich schreiben will, nur leider ist das Bloggen derzeit ziemlich unkompatibel mit meinem Baby. Theoretisch könnte ich sie in die Frl. Hübsch packen und mich oben an den Rechner setzen, aber meistens muss ich die händefreie Zeit dann für etwas anderes nutzen. Dann putze ich oder mache Wäsche, bereite schon mal etwas fürs Abendessen vor oder, jetzt in der Weihnachtszeit, stecke die Hände in Plätzchenteig. Habe ich wirklich mal nichts im Haushalt zu tun, widme ich mich meistens einem Nähprojekt. Zwischendrin reicht die Zeit gerade mal, um ein, zwei Muster zu drucken, mal zu kleben oder das ein oder andere Teil zuzuschneiden. Die eigentliche Näharbeit kommt dann irgendwann am Wochenende, wenn mein Mann die Kleine mal nimmt. Abends sitze ich lieber mit dem Herzmann zusammen, und da die Kleine meistens abends neben mir auf dem Sofa liegt und nur ruhig schläft, wenn ich (bzw. meine Br*st) daneben liege, kann ich da auch schlecht weg. Es fehlt einfach ein Notebook (gerade habe ich das Arbeitsnotebook meines Mannes annektiert). Evtl. wird das besser, wenn ich endlich ein iPad habe (mein Handyvertrag läuft nämlich im Januar aus und dann wollen wir schauen, dass wir einen neuen Vertrag mit iPad ergattern).

SO – aber jetzt mal zum Keks. Es geht ihr super! Aktuell ist sie 12 Wochen und 2 Tage alt. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Sie trägt inzwischen Größe 62. Irgendwie ist sie über Nacht erst aus der 50 gewachsen (die Beinchen konnte sie morgens im Strampler nicht mehr gerade strecken) und seit letztem Mittwoch gehen auch die Bodys in 56 nicht mehr zu. Sie ist ein sehr, sehr neugieriges, aufgewecktes Mädchen. Ich kann das ja nicht direkt vergleichen, da sie unser erstes Kind ist, aber sie erscheint mir in vielerlei Hinsicht einfach irgendwie weiter zu sein als gleichaltrige andere Babys, ja sogar weiter als viel ältere Babys. Das ist etwas gruselig, wenn ich ehrlich bin. Bestes Beispiel: Sie kann sich seit letztem Freitag selbst vom Rücken auf den Bauch drehen. Da war sie 11 Wochen und 6 Tage alt. Geübt hat sie das zwei Tage eher, also an dem Mittwoch im Wasserbett. Da geht das ja etwas leichter, weil es nachgibt beim Zur-Seite-Lehnen. Ich habe ihr einen Finger hingehalten und an dem hat sie sich dann vollends herumgezogen, und etwas Hilfe mit dem anderen Arm brauchte sie auch noch, aber nur wenig. Da hab ich schon nicht schlecht gestaunt und erstmal Google bemüht: Eigentlich schaffen das die Babys im Durchschnitt mit fünfeinhalb Monaten. FÜNF-EIN-HALB! Und dieser kleine Kullerkeks ist nichtmal drei Monate alt. Prompt hat sie sich am Freitag dann ganz allein vom Sofa gerollt, als ich drei Sekunden nicht aufgepasst habe, weil ich ins Bett wollte und die Kerzen am Adventskranz ausgepustet hab. Der Herzmann war auf seiner Firmenweihnachtsfeier. Was hat sie geschrien! Das war so schlimm – mein ganzer Körper hat gekribbelt, mir war heiß und kalt und schlecht und mein Baby hat so schrill gebrüllt! Völlig aufgelöst hab ich den Herzmann angerufen und ihm ins Ohr gestammelt, als die Kleine aufgehört hatte zu weinen. Sie hat sich recht schnell beruhigt und sicht zum Glück nichts getan außer einem großen Schreck. Trotzdem fühlt man sich hundeelend und wie die mieseste Rabenmutter der Welt. Seitdem darf sie nur noch mit Absturzsicherung auf dem Sofa liegen.

Auch sonst ist sie sehr neugierig und lernt gern. Bei der U4 vor 2,5 Wochen (5240 Gramm auf 58,5 cm) sagte der Kinderarzt, dass wir übrigens das Sitzen nicht aktiv herbeiführen sollen, aber sie unterstützen können, wenn sie es möchte. Und er hat sie einmal (!) hinsetzen lassen. Seitdem will sie quasi dauersitzen. Den Kopf hält sie schon seit über einem Monat länger als 5 Minuten in Bauchlage allein. Auch dabei hab ich mir nichts gedacht, bis ich mich mit ein paar anderen Mamas aus dem Geburtsvorbereitungskurs traf und sie erzählten, dass ihre teilweise 4-5 Monate alten Kinder das nicht mal halb so lange machen würden. Klar ist man dann irgendwie stolz (auf sowas banales wie den Kopf halten – total gaga!), aber irgendwie ist uns das auch etwas unheimlich. Sowohl Hebamme als auch Osteopath und Kinderarzt sind der Meinung, dass sie motorisch reifer ist als andere Kinder. Wir sind gespannt, wohin das noch führt.

Der Herzmann hat übrigens Urlaub bis Mitte Januar. Ich hoffe, dass ich jetzt wieder etwas öfter zum Bloggen komme und so einiges nachholen kann.

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Ein Kommentar zu “12 Wochen Keks

  1. ankeline 23. Dezember 2014 um 11:05 Reply

    Schön, von dir zu lesen!
    Herrlich, dass es dir und ihr gut geht – und die Bloggerpause aus „typischem Babystress“ bestand und keinen anderen Grund hatte.
    Ich wünsche euch ein wunderbares erstes Weihnachtsfest zu dritt – wir werden hier das erste Weihnachten zu fünft erleben. Bin gespannt 😀
    Grüße aus dem hohen Norden, Anke

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