Archiv für den Monat Dezember 2014

Das war 2014

Es ist der 31.12. und damit Zeit für den Jahresrückblick! Da der Keks gerade auf dem Papa schläft, muss ich das direkt mal ausnutzen. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein glückliches, aufregendes, glitzerndes, tolles Jahr 2015!

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Das war eine 9,5! Man muss ja auch etwas Platz nach oben lassen.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Schwangerschaftsbedingt zugenommen. Es sind davon Stand heute noch 3,5 Kilo übrig, bis ich auf Vor-Schwangerschafts-Gewicht bin; bis zum Wunschgewicht fehlen mir allerdings noch 9 Kilo.

3. Haare länger oder kürzer?
Unverändert.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch unverändert. Glaube ich.

5. Mehr Kohle oder weniger?
In der ersten Jahreshälfte unverändert, seit mehr Mai mehr, seit Dezember weniger wegen des Elterngeldes.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Immernoch denselben. Allerdings ist der Babyjob auch nicht schlecht, und wenn ich ehrlich bin, kann ich mir derzeit überhaupt nicht vorstellen, im nächsten Jahr wieder arbeiten zu gehen und mein kleines Baby fremdbetreuen zu lassen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Urlaub, Babyanschaffungen,…

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Nein, wieder nichts. Ich habe irgendwie immer Pech bei sowas.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mich selbst weniger. Andere(s) vermutlich mehr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nicht eine einzige! Das gab’s glaube noch nie. Ich war weder erkältet noch hatte ich sonst irgendwas Schlimmeres.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Schwangerschaftsbedingt die Kreislaufprobleme und der Schwindel.

12. Der hirnrissigste Plan?
Im Job weiterhin 150 % zu geben, obwohl man merkt, dass es a) dem Baby nicht besonders guttut und es einem b) sowieso niemand dankt.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Der Urlaub auf Teneriffa, wobei ich das nicht wirklich gefährlich fand.

14. Die teuerste Anschaffung?
Die Nonomo für den Keks. Überhaupt die Babyausstattung.

15. Das leckerste Essen?
Hmm… Kann ich gar nicht sagen gerade. Ah doch – das Mettbrötchen mit Zwiebeln 1 Tag nach der Geburt! 😀

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich habe in diesem Jahr gar nicht so viel gelesen wie sonst. Beeindruckend sind die Bücher eh weniger, die ich lese, das ist eigentlich meist Fantasy und dient der Kurzweil. Im Gedächtnis geblieben ist mir „Der Inquisitor von Askir“, einfach weil ich Richard Schwartz‘ Erzählstil sehr mag.

17. Der ergreifendste Film?
Ziemlich beste Freunde.

18. Die beste CD?
CDs gibt’s hier eigentllich gar nicht.

19. Das schönste Konzert?
Fand ohne mich statt! Denn Linkin Park war in Deutschland! Buhuuuu! Und mit Keks im Tragetuch ging das ja schlecht.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinem Mann und unserem Keksmädchen. ♥

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinem Mann und unserem Keksmädchen. ♥

22. Zum ersten Mal getan?
Ein Kind geboren.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
In den Urlaub geflogen. Und mir eingestanden, dass ich einen Gang zurückschalten muss.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Presswehen, die ich alle verhecheln musste. Und den Abend, andem das Mädchen vom Sofa rollte und ich tausend Tode gestorben bin, hätte ich nicht gebraucht.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass es mir gut geht und ich nicht aus Zucker bin. Der Herzmann hätte mich sonst wohl in Watte verpackt. 😉

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
War das Leben, das ich unserem Mädchen geschenkt habe.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ist unser Keks.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Sie ist einfach perfekt.“ Herzmann, am 27.09. irgendwann gegen 5:05 Uhr.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Ich liebe euch.“ Im Kreißsaal, irgendwann gegen 5:05 Uhr.

30. Dein Wort des Jahres?
Tochter.

31. Dein Unwort des Jahres?
Elterngeldbewilligungszeitraum.

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Waren eigentlich die aller Mit-Schwangeren.

Weihnachtstage…

Das erste Weihnachten mit Baby…ist nun auch vorbei. Ich würde lügen, sagte ich, es sei besonders schön gewesen. Genau genommen war es ziemlich anstrengend und der Keks hatte nichts davon. Sie ist ja noch so klein. An Heiligabend waren meine Eltern und Schwester mit ihrem Freund bei uns zum Essen, kamen gegen halb fünf und gingen um halb zehn wieder. Die übliche Schlafenszeit unseres Mädchens ist zwischen sechs und acht abends, da ziehen wir sie um, wickeln noch einmal und packen sie dann aufs Sofa neben mich (nachdem unser „Einschlafplan“ gescheitert ist und wir nun wieder stressfreie Abende haben – dazu schreibe ich nochmal was). Wenn wir diesen Müd-Moment verpassen, wird sie unausstehlich und ist nörgelig und WACH bis irgendwann gegen halb elf. So war das an Heiligabend, nur noch ne Spur verschärft, weil sie ja so viele Eindrücke vom Tag hatte. Da war hier Party bis kurz vor 12 angesagt. Mit viel Weinen und Tragen und Übermüdung. Vermutlich hat sie deswegen dann auch am ersten Weihnachtsfeiertag fast pausenlos geschlafen (oder es war der Rotwein im Gulasch Schuld). Das war ein sehr entspannter Tag, ehe es am zweiten dann mittags wieder zu meinen Eltern ging. Es gab auch hier wieder Essen, wir sind diesmal aber um kurz nach fünf schon wieder gefahren, weil der Keks nörgelig war und wir nicht nochmal den Schlafmoment verpassen wollten. Zu Hause habe ich sie dann gewickelt und gleich in den Schlafi gepackt, und wie sich herausstellte, war das auch eine gute Idee, denn ab kurz nach sechs schlief sie selig auf dem Sofa.

Die Ausbeute des Krawallkekses: 4 Bilderbücher, 1 Spielmaus von ministeps, ein voll cooler Eulen-Schlafanzug von hatley’s, ein gruseliges Kleidchen mit Spitze, Rosenstickerei und Bubikragen, ein absolut gruseliger Nickistrampler in 74 (!) mit Rosenstickerei und rosa Rüschen (!!!), eine Punktehose, eine Punktestrickjacke (Gr. 80…) und eine Finanzierungshilfe für ihren Hochstuhl. Von uns selbst hat sie nichts bekommen; wir haben ja die Nonomo gekauft und kaufen sonst immer zeitnah das, was sie gerade braucht. Das schönste Geschenk für sie war eh eine rote Geschenkschleife. 😀

Der Herzmann hatte in der Weihnachtswoche Montag, Dienstag und den halben Mittwoch Bereitschaft, dann Urlaub, noch bis Mitte Januar. Und das ist sooo so schön! Morgens, wenn der Keks zwischen 8 und 9 wach wird, gehe ich sie wickeln und ziehe ihr den Strampelsack aus (Schlafsäcke kann sie immer noch nicht aussetehen). Dann gehen wir nochmal ins Schlafzimmer, machen das Rollo hoch und legen uns zum Papa. Entweder ist er schon wach oder sie brabbelt ihn wach. Morgens hat sie eine Erzählstunde, da wird gejauchzt, gequietscht und gegluckst. Sie rollt sich hin und her, freut sich, wenn sie es auf den Bauch schafft und strampelt, was das Zeug hält. So nach 30-60 Minuten stehen wir dann auf und machen uns fertig. Während der Herzmann und ich im Bad sind, sitzt sie in der Wippe dabei und verhaut ihren Vogel (da ist so ein Ärmchen mit einem hängenden Vogel dran). Dann ziehe ich sie um und wir gehen runter, dort wird nochmal gestillt und sie schläft meistens dabei ein, während der Herzmann Frühstück macht. Ist der Keks eingeschlafen, leg ich sie in die Nonomo (definitiv eine der besten Anschaffungen für sie!), dann frühstücken wir zusammen. Das ist eigentlich jeden Tag gleich, erst ab dem Aufwachen nach ihrem Vormittagsschläfchen ist der Tagesablauf dann unterschiedlich bis zum Abend.

Zusammengefasst können wir sagen: Weihnachten mit 13 Wochen altem Baby ist irgendwie stressiger als ohne und nicht „besonders schön“ – das kommt vermutlich dann erst nächstes Jahr, wenn sie den Trubel erfassen und auch das ganze Drumherum verstehen kann. Ich selbst bin eh nicht so der Weihnachtsmensch; ich finde, alle geben sich da immer besonders viel Mühe, haben diese Erwartung auch an alle anderen und gerade deswegen kracht es meistens. Außerdem hockt man quasi ständig aufeinander, und wenn wir nicht zwei Tage vor Heiligabend eine Aussprache mit meinen Eltern bzw. eher mit meiner Mutter forciert hätten, wäre das erste Weihnachten mit Baby auch ziemlich einprägsam gewesen – und zwar als Familiendesaster. So war’s halt „nur“ etwas stressig und für uns ist klar, dass wir nächstes Jahr nicht zwei Feiertage mit demselben Personenkreis, nur an anderer Location verbringen werden. Erst recht nicht Heiligabend.

12 Wochen Keks

Mir juckt es seit Tagen in den Fingern, ich habe sooo viele Dinge, über die ich schreiben will, nur leider ist das Bloggen derzeit ziemlich unkompatibel mit meinem Baby. Theoretisch könnte ich sie in die Frl. Hübsch packen und mich oben an den Rechner setzen, aber meistens muss ich die händefreie Zeit dann für etwas anderes nutzen. Dann putze ich oder mache Wäsche, bereite schon mal etwas fürs Abendessen vor oder, jetzt in der Weihnachtszeit, stecke die Hände in Plätzchenteig. Habe ich wirklich mal nichts im Haushalt zu tun, widme ich mich meistens einem Nähprojekt. Zwischendrin reicht die Zeit gerade mal, um ein, zwei Muster zu drucken, mal zu kleben oder das ein oder andere Teil zuzuschneiden. Die eigentliche Näharbeit kommt dann irgendwann am Wochenende, wenn mein Mann die Kleine mal nimmt. Abends sitze ich lieber mit dem Herzmann zusammen, und da die Kleine meistens abends neben mir auf dem Sofa liegt und nur ruhig schläft, wenn ich (bzw. meine Br*st) daneben liege, kann ich da auch schlecht weg. Es fehlt einfach ein Notebook (gerade habe ich das Arbeitsnotebook meines Mannes annektiert). Evtl. wird das besser, wenn ich endlich ein iPad habe (mein Handyvertrag läuft nämlich im Januar aus und dann wollen wir schauen, dass wir einen neuen Vertrag mit iPad ergattern).

SO – aber jetzt mal zum Keks. Es geht ihr super! Aktuell ist sie 12 Wochen und 2 Tage alt. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Sie trägt inzwischen Größe 62. Irgendwie ist sie über Nacht erst aus der 50 gewachsen (die Beinchen konnte sie morgens im Strampler nicht mehr gerade strecken) und seit letztem Mittwoch gehen auch die Bodys in 56 nicht mehr zu. Sie ist ein sehr, sehr neugieriges, aufgewecktes Mädchen. Ich kann das ja nicht direkt vergleichen, da sie unser erstes Kind ist, aber sie erscheint mir in vielerlei Hinsicht einfach irgendwie weiter zu sein als gleichaltrige andere Babys, ja sogar weiter als viel ältere Babys. Das ist etwas gruselig, wenn ich ehrlich bin. Bestes Beispiel: Sie kann sich seit letztem Freitag selbst vom Rücken auf den Bauch drehen. Da war sie 11 Wochen und 6 Tage alt. Geübt hat sie das zwei Tage eher, also an dem Mittwoch im Wasserbett. Da geht das ja etwas leichter, weil es nachgibt beim Zur-Seite-Lehnen. Ich habe ihr einen Finger hingehalten und an dem hat sie sich dann vollends herumgezogen, und etwas Hilfe mit dem anderen Arm brauchte sie auch noch, aber nur wenig. Da hab ich schon nicht schlecht gestaunt und erstmal Google bemüht: Eigentlich schaffen das die Babys im Durchschnitt mit fünfeinhalb Monaten. FÜNF-EIN-HALB! Und dieser kleine Kullerkeks ist nichtmal drei Monate alt. Prompt hat sie sich am Freitag dann ganz allein vom Sofa gerollt, als ich drei Sekunden nicht aufgepasst habe, weil ich ins Bett wollte und die Kerzen am Adventskranz ausgepustet hab. Der Herzmann war auf seiner Firmenweihnachtsfeier. Was hat sie geschrien! Das war so schlimm – mein ganzer Körper hat gekribbelt, mir war heiß und kalt und schlecht und mein Baby hat so schrill gebrüllt! Völlig aufgelöst hab ich den Herzmann angerufen und ihm ins Ohr gestammelt, als die Kleine aufgehört hatte zu weinen. Sie hat sich recht schnell beruhigt und sicht zum Glück nichts getan außer einem großen Schreck. Trotzdem fühlt man sich hundeelend und wie die mieseste Rabenmutter der Welt. Seitdem darf sie nur noch mit Absturzsicherung auf dem Sofa liegen.

Auch sonst ist sie sehr neugierig und lernt gern. Bei der U4 vor 2,5 Wochen (5240 Gramm auf 58,5 cm) sagte der Kinderarzt, dass wir übrigens das Sitzen nicht aktiv herbeiführen sollen, aber sie unterstützen können, wenn sie es möchte. Und er hat sie einmal (!) hinsetzen lassen. Seitdem will sie quasi dauersitzen. Den Kopf hält sie schon seit über einem Monat länger als 5 Minuten in Bauchlage allein. Auch dabei hab ich mir nichts gedacht, bis ich mich mit ein paar anderen Mamas aus dem Geburtsvorbereitungskurs traf und sie erzählten, dass ihre teilweise 4-5 Monate alten Kinder das nicht mal halb so lange machen würden. Klar ist man dann irgendwie stolz (auf sowas banales wie den Kopf halten – total gaga!), aber irgendwie ist uns das auch etwas unheimlich. Sowohl Hebamme als auch Osteopath und Kinderarzt sind der Meinung, dass sie motorisch reifer ist als andere Kinder. Wir sind gespannt, wohin das noch führt.

Der Herzmann hat übrigens Urlaub bis Mitte Januar. Ich hoffe, dass ich jetzt wieder etwas öfter zum Bloggen komme und so einiges nachholen kann.