Archiv für den Monat August 2014

How to pimp your Kinderzimmerlampe

lampe-fertig2-closeupAuf Twitter und Instagram hatte ich das Ergebnis meiner Bemühungen um eine individuelle, schöne Kinderzimmerlampe ohne Disney- oder Kitschaufdruck ja schon gezeigt, hier kommt jetzt die Anleitung zum Nachbasteln.

Ihr braucht:

  • 1 Stofflampe (ich habe mich bei Ikea bedient)
  • Stoff nach Wunsch (vorgewaschen und gebügelt)
  • Vliesofix
  • Eine Formvorlage (Ausdruck oder ähnliches)
  • Schere, Bleistift, Tesafilm
  • Bügeleisen und -brett
  • ggf. Sekundenkleber

Los gehts!

 

howto-step1 howto-step2Step I

Das ist die Lampe. Noch sieht sie schlicht und zu langweilig für ein Kinderzimmer aus. Ich wollte gern Sterne applizieren und habe mir deshalb eine Sternform in drei unterschiedlichen Größen ausgedruckt. Natürlich könnt ihr auch andere Formen nehmen! Diese Vorlage legt ihr euch nun aus und breitet darüber das Vliesofix mit der rauhen Seite nach unten zum Motiv hin aus. Falls ihr fürchtet, zu verrutschen, fixiert das Vliesofix auf eurer Vorlage und paust dann die gewünschten Formen ab. Achtung, Buchstaben müsst ihr gleich spiegelverkehrt aufzeichnen, damit sie später richtig herum appliziert werden können.

 

howto-step4howto-step3Step II

Euer Bogen Vliesofix sollte nun so aussehen. Jetzt greift ihr zu Stoff und Bügeleisen und bügelt das Vliesofix ca. 13-15 Sekunden auf euren Stoff auf. Hier unbedingt daran denken, dass ihr die rauhe Seite des Vliesofix auf die linke Seite des Stoffes legt! Etwas abkühlen lassen.

 

 

howto-step5Step III

Wenn der Stoff abgekühlt ist, greift ihr zur Schere und schneidet eure Stoff-Vliesofix-Formen entlang der Bleistiftlinie auf dem Vliesofix aus.

 

 

 

 

howto-step6Step IV

Jetzt wird appliziert! Dafür braucht ihr wieder das Bügeleisen. Um die richtige Anordnung meiner Sterne auf der Lampe zu finden, habe ich meine ausgeschnittenen Sterne einfach erstmal mit Tesa grob auf dem montierten Lampenschirm fixiert und den Sitz immer wieder etwas korrigiert, bis ich zufrieden war. Dann habe ich den Schrim abgenommen und bin zum Bügeleisen getigert. Stern für Stern wird jetzt vorsichtig die Folie vom Vliesofix abgezogen und das Tesa entfernt, ehe er aufgebügelt wird. Achtung! Bügelt nicht zu heiß und nicht zu lange auf einer Stelle, da sonst der Lampenschirm schmilzt oder zumindest hässliche Dellen bekommt! Ich habe Stufe 2 genommen. Falls ihr eure Formen über den Rand laufen lassen wollt, braucht ihr außerdem noch Sekundenkleber, um die umgeklappten Stellen innen im Lampenschirm zu befestigen (bei mir waren das 2 Ecken der großen Sterne).

 

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Das war’s auch schon. Fertig ist die Lampe. Das war das erste Mal, dass ich mit Vliesofix gearbeitet habe – und ich finde es toll! Man kann damit auch prima Buchstaben auf Shirts applizieren und anschließend kinderleicht ohne Verrutschen drumherum nähen. Natürlich kann man sich auch statt der Sterne z.B. kleine Eulen aus mehreren Stoffen mit Vliesofix zurechtbasteln und diese dann auf die Lampe applizieren. Das Schöne ist, dass man sich so ganz einfach individuelle Gegenstände basteln kann, die ein Hingucker sind und die nicht jeder hat. Das war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich mit Vliesofix gearbeitet habe. 🙂

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36. SSW

Babyalter: 35+6

Gewicht: 81,2 kg

Körper & Gefühle: Vom Krankenhausaufenthalt habe ich ja schon ausführlicher berichtet. Gestern war ich nochmal zur Kontrolle bei meinem Frauenarzt. Der Kleinen geht es nach wie vor super, ihr Köpfchen sitzt schon tief im Becken und lässt sich nicht mehr abschieben. Der Doc äußerte seine Vermutung, dass wir uns zum nächsten Termin am 18. September schon nicht mehr sehen würden. Wah!! Das geht jetzt irgendwie alles ziemlich rasant. Dabei habe ich das Gefühl, dass noch gar nicht alles fertig ist…

Bzgl. des Schwindelgefühls habe ich eine HNO-Überweisung bekommen und es wurde auch direkt am selben Tag ein Termin für mich vereinbart. Resultat: „Gutartiger Lagerungsschwindel“. Das kann wohl jedem jederzeit passieren und wäre auch ohne Paracetamol und Krankenhaus wieder weggegangen. Aber nur ja, ich suche mir halt meistens solche tollen Momente aus. Es ist auch schon fast wieder ganz verschwunden, nur bei ruckartigen Kopfbewegungen oder beim Aufrichten mit Kopfdrehung dreht sich noch alles um mich.

Sonst gehts mir gut. Dem Herzmann nicht so. Wir haben am Donnerstag einen Arzttermin für ihn ausgemacht, das ist mir lieber, wenn da mal jemand nachschaut (und sei es nur zur Bestätigung, dass er co-schwanger ist). Er schläft seit Wochen schlechter als ich, friert ständig und hat teilweise genauso Probleme wie ich mit dem Kreislauf. Die sollen das einfach mal checken; zuletzt beim Arzt war er vor Jahren irgendwann mal, da ist das eh nicht verkehrt…

Geht gut: Die Zeit im Mutterschutz rumkriegen und sich keine Gedanken um die Arbeit machen

Geht schlecht: Schlafen, Kopfschmerzen haben

Must have: Wassermelone, Minzschokolade

Sonstiges: Die Kleine ist ca. 2.600 Gramm schwer und 47 cm groß. ♥

Was ich im Mutterschutz erledigen möchte:

  • Bauchfotos für den Blog aufbereiten
  • Utensilos für den Wickeltisch nähen
  • Ikea-Lampe im Kinderzimmer mit Stoff pimpen
  • Wandgestaltung im Kinderzimmer fertig machen
  • meine Klamotten aussortieren (der Herzmann nennt mich schon einen Klamotten-Messi…)
  • Fenster im EG putzen
  • neue Kamera raussuchen
  • Geburtskarte weitgehend vorgestalten
  • …..

Rezept: Amerikaner

Wir essen gern Amerikaner. Allerdings habe ich in letzter Zeit oft feststellen müssen, dass die Amerikaner vom Bäcker nicht mehr so das Wahre sind. Sie sind trocken, kleben komisch oder schmecken irgendwie viel zu süß. Ich habe vor Urzeiten mal ein Rezept ausprobiert und abgewandelt, das ich euch gern mal geben möchte. Der Clou: Diese Amerikaner schmecken sogar nach 2-3 Tagen noch lecker und sind innen saftig!

 

Für den Teig braucht ihr:2v12-Apr2014
200 g Mehl (ich nehme meistens Dinkelmehl)
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
75 ml Buttermilch (wer keine hat, nimmt einfach 70 ml Milch und einen guten Spritzer Zitrone)
1/2 TL Vanilleextrakt (oder Vanilleschote bzw. geriebene Schote vom Doktor)
80 g weiche Butter
60 g Zucker
1 Ei

Für den Guss braucht ihr:
100 g Puderzucker
1 EL Milch
2 TL Zitronensaft
evtl. noch geriebene Vanilleschote bzw. Vanillemark

Den Backofen auf 180° Grad vorheizen (Umluft) und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter mit dem Zucker verrühren, dann das Ei dazu geben und gut unterrühren. Dann Mehl, Natron und Salz zugeben und die Buttermilch mit der Vanille. Ordentlich verrühren, bis alles schön glatt ist (mache ich meistens einfach mit dem Schneebesen).

Dann setzt man mit einem Esslöffel 6 gleichgroße Häufchen Teig auf das Backblech. Dabei solltet ihr genügend Abstand lassen, da die Amerikaner beim Backen etwas verlaufen und aufgehen. In den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 15 – 17 Min. backen. Sie sollten eine goldbraune Farben haben. Passt auf, dass der Rand nicht zu dunkel wird. Wenn sie genau richtig sind, nehmt ihr sie raus, dreht sie rum und lasst sie auf einem Kuchengitter auskühlen.

Der Guss kommt erst drauf, wenn die Amerikaner ganz ausgekühlt sind, sonst verläuft er zu sehr. Dafür rührt man den Puderzucker mit der Milch, dem Zitronensaft und Vanilleschote in einer kleinen Schüssel an. Ist das Ganze noch etwas zu fest, kann man noch einen kleinen Schluck Milch dazu tun. Die Zuckermasse sollte aber eher fest statt flüssig sein. Am besten lässt sich die Masse übrigens mit einem Teelöffel (den nehme ich zum Verrühren) auf die Amerikaner geben. Mit einem Teigspachtel verstreiche ich den Guss dann, das geht ganz schnell und ohne große Sauerei.

Viel Spaß beim Nachbacken! 🙂

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Sie haben gewonnen!

Und zwar einen 2tägigen Klinkaufenthalt. Ganz großes Kino. Aber von vorn.

Es fing damit an, dass ich am Mittwochmorgen schon merkte, dass das kein guter Tag werden würde. Ich hatte ein paar Schwierigkeiten aufzustehen (Kreislauf) und habe daher lieber lauwarm geduscht statt wie sonst heiß. Eine Freundin hatte sich für diesen Tag angekündigt; sie kommt von etwas weiter her und daher müssen solche Treffen im Vorfeld geplant werden. Wir hatten nichts Bestimmtes vor, wollten nur mittags irgendwo etwas essen gehen und sonst einfach nur reden. Das „Problem“ ist, dass ich mir seit Beginn meiner Schwangerschaft weit im Vorfeld schon immer Gedanken darüber mache, wie Treffen mit ihr so verlaufen werden, denn sie hat im letzten Jahr leider ihren 5 Tage alten Sohn verloren. Dementsprechend schwierig ist die Situation für mich, denn ich habe irgendwie immer ein schlechtes Gewissen – seit es wegen der Schwangerschaft allgemein oder wenn sie fragt wie es mir geht weil ich mich nicht von mir aus melde. Es ist nicht leicht, damit umzugehen, zumal sie auch oft weint wenn wir uns treffen. Ich mag sie wirklich sehr, habe aber immer die Befürchtung, dass sie wieder zu weinen anfängt, weil ich vielleicht etwas Falsches sage oder vor Glück strahle und sie dann an ihren Kleinen denken muss.

Jedenfalls kam sie gegen halb 12 und wir haben erstmal geredet. Da war mir schon leicht schummrig, sodass ich sie lieber bat, uns mit dem Auto zum Essen zu fahren. Es gab dann geegen zwei chinesisch und anschließend bummelten wir noch etwas durchs Einkaufszentrum. Da hatte ich mich schon bei ihr untergehakt, weil aus dem schummrigen Gefühl ein leichter Schwindel geworden war, sobald ich den Kopf irgendwie bewegte. Gegen halb 4 waren wir dann wieder zu Hause. Ich trank einen Kaffee und legte mich aufs Sofa, während wir noch etwas plauderten. Der Kaffee und das Liegen halfen allerdings überhaupt nicht; mir wurde immer schwindeliger. Um halb 5 fuhr sie dann wieder los, der Herzmann würde ja gleich kommen. Sie wollte zwar unbedingt, dass ich beim Arzt anrufe, aber ich bin niemand, der wegen einer vermeintlichen Lappalie gleich die Pferde scheu macht – und außerdem war es ja Mittwochnachmittag. Als sie weg war, wurde mir schon etwas mulmig. Ich kam auf die Idee, mir von der Nachbarin (sie ist Kinderärztin) mal den Blutdruck messen zu lassen. Bis auf den Schwindel hatte ich zwar nichts, aber sicher war sicher, und mich irritierte eben, dass es sich so gar nicht anfühlte wie sonst, wenn mein Kreislauf schwächelt. Also torkelte ich mehr als ich ging nach nebenan. Resultat: 130/75, also ganz normal. Inzwischen war auch der Herzmann da, dem ich geschrieben hatte, dass ich bei Nachbars bin. Er holte mich ab – und das war auch gut so, dass der Schwindel inzwischen auch bei geschlossenen Augen da war. Wir gingen also wieder nach nebenan, ich legte mich hin und stand nur noch auf, wenn ich mal zur Toilette musste. Das ging soweit auch noch, immer schön an der Wand lang. Gegen halb 7 rief ich meine Hebamme an. Sie sagte, ich sollte die Ohrsamen entfernen und, sofern noch dicke Knöchel, Schmerzen im Oberbauch oder Übelkeit dazu kämen, besser in die Klinik fahren, um das abklären zu lassen. Ich sollte etwas essen und trinken und schön liegen bleiben. Also blieb ich liegen. Der Herzmann warf sich eine Pizza ein, denn Hunger hatte ich überhaupt keinen – auch gegen neun noch nicht (und sonst halte ich es kaum noch 5 Stunden ohne einen Happen aus, weil ja nicht mehr so viel reinpasst). Schlecht war mir da aber nicht. Ich wechselte von Linsen auf Brille und wir warfen eine DVD ein. Zwischendrin musste der Herzmann mir schon aufhelfen und mich auf Toilette begleiten. Ich fühlte mich, als hätte ich eine ganze Flasche Tequila allein getrunken. Der Schwindel war nun so stark, dass ich ihn mit geschlossenen Augen ganz dolle merkte, wie seekrank, und auch wenn ich die Augen offen hatte und auf einen Punkt starrte, drehte sich die Welt immer nach rechts.

Gegen Ende des Films musste ich mich hinsetzen. Mir war hundeelend. Und als ich saß, kam etwas Übelkeit auf. Der Herzmann beäugte mich schon ganz kritisch von der Seite, immer wenn er dachte, ich würde es nicht merken. Er sagte aber nichts. Er kennt mich da ganz gut; wenn ich gedrängt werde, blocke ich total ab. Kurz darauf musste ich dann ganz dringend auf Toilette, und als ich dann raus kam und er im Flur auf mich wartete, sagte ich zu ihm: „Wir fahren jetzt. Mir ist gar nicht gut.“ In Windeseile hatte er ein paar Sachen zusammengerafft, mir meine Jeans gebracht und dann saßen wir auch schon im Auto. Da war es etwa elf. Er sah mich immer wieder besorgt von der Seite an. Irgendwann auf der A7, er überholte gerade einen LKW, sagte ich dann, dass ich mich übergeben müsse. Das Auto stand noch nicht ganz auf dem Seitenstreifen, da riss ich schon die Tür auf und übergab mich gerade noch rechtzeitig über die Schwelle nach draußen. Kurz darauf hing ich über der Leitplanke. Muss ein toller Anblick gewesen sein. Immerhin haben wir so dem Krawallkeks was zu erzählen, wenn sie dann irgendwann alt genug ist. Danach ging es mir etwas besser und wir fuhren weiter. Es sind nur knapp 20 Minuten bis zur Klinik von uns aus.

Dort eingetroffen, torkelte ich wie eine Besoffene auf Droge mit Hilfe des Herzmanns ins Gebäude. Wir mussten eine Menge Angaben machen, im Stehen, obwohl man deutlich sah, dass es mir richtig beschissen ging. In dem Moment dachte ich nur daran, dass ich eigentlich noch 4 Wochen warten wollte, bis ich Mama werde. Ich machte mir wahnsinnige Sorgen um das kleine Mädchen. Der Herzmann war auch kreidebleich. Nach einer gefühlten Ewigkeit durften wir dann zum Kreißsaal, wo ich erstmal als CTG angeschlossen wurde und wir wieder eine Menge Fragen für die Akte beantworten mussten. Ich bin so froh, dass der Herzmann den Großteil erledigt hat. Als wir nach etwa 10 Minuten dann allein im Raum waren, fragte er mich, ob es okay sei, wenn er kurz nochmal raus ginge. Später hat er mir erzählt, dasser tieirsch nervös war und einfach frische Luft brauchte, weil er dachte, dass er gleich Papa würde. Für mich wars okay, also war er knappe zehn Minuten draußen. Als er wieder kam, wurde gerade das CTG begutachtet und für astrein befunden. Anschließend ging es zum Ultraschall. Versorgung prima, Kind bei etwa 2.600 Gramm, Fruchtwasser tiptop. Sie wollten mich aber nicht nach Hause schicken mit diesem Schwindel, und so bekam ich einen Zugang gelegt und ein Einzelzimmer auf der Wochenstation. Gegen zwei Uhr gab es dann die erste Infusion für mich. Der Herzmann fuhr nach Hause, während ich versuchte, etwas zu schlafen. Alle halbe Stunde klingelte irgendwo irgendwas. Um vier bekam ich die nächste Infusion, beschissen ging es mir da immer noch. Ich musste klingeln, wenn ich auf Toilette musste (was quasi dauernd war, da schließlich ständig Flüssigkeit in mich getropft wurde). Um acht gab es dann Frühstück, das ich zum Großteil habe stehen lassen, weil ich keinen Hunger hatte. Kurz darauf war der Herzmann wieder da, mit Augenringen bis zum Bauchnabel, und hatte mir ein paar Sachen gepackt (die Kliniktasche hatte ich noch nicht fertig gepackt). Außerdem Äpfel und Kekse, mein Held!

Um halb 10 war Visite. Besser ging es mir da noch nich. Der Oberarzt testete meine Augenbewegungen mit einem Stift, wirkte aber ratlos und ordnete „auf Verdacht“ erstmal 3x täglich eine Infusion mit 1000 mg Paracetamol an. Das verstand ich zwar nicht, weil das ja ein Schmerzmittel war und ich immer wieder sagte, dass mir nichts weh tut, aber in dem Moment war ich einfach nur froh, dass sich jemand um mich kümmerte. Es wurde vermutet, dass der Schwindel durch Stress oder etwas Neurologisches oder etwas im Ohr hervorgerufen wurde. Kurz darauf kam noch eine Physiotante, die mir Nacken und Schultern massierte. Dann gabs die Infusion für mich. Danach war alles wie vorher. Allerdings nach der zweiten ging es schon besser mit dem Schwindel, und spätabends nach der dritten Infusion war es deutlich besser, wenn auch nicht ganz weg. Zwischendurch wurde mir Blut abgenommen, und 2x ein CTG geschrieben. Ich war so froh, dass es der kleinen Maus immer noch blendend ging! Abends kam der Herzmann nochmal vorbei, total müde sah er aus. Ich schickte ihn nach Hause, er solle schlafen.

Am nächsten Morgen gab es wieder eine Infusion. Es ging mir eigentlich so wie abends zuvor. Ich musste nicht mehr klingeln, um zur Toilette zu gehen. Ich wollte nur noch nach Hause; Paracetamol haben wir schließlich auch hier und ich wollte nicht übers Wochenende im Krankenhaus liegen. Der Arzt ordnete bei der Visite noch einige Untersuchungen an und machte mir die Auflage, am Montag zum Frauenarzt zu gehen, sowie mich beim HNO und Neurologe vorzustellen, dann durfte ich tatsächlich gehen. Das letzte CTG und ein weiterer Ultraschall waren zufriedenstellend. Und am Freitag gegen drei war ich dann wieder zu Hause.

Inzwischen geht es mir so wie gestern. Der Schwindel ist noch minimal da, ich würde sagen, ich bin zu 80 % wiederhergestellt. Keine Ahnung was es war. Eine Hebamme dort in der Klinik vermutete ganz deutlich den emotionalen Stress wegen des Besuchs meiner Freundin. Ich bin mir da echt nicht sicher. Spannungskopfschmerzen hatte ich immer schon, auch dass es im Nacken ganz doll knackt und dann teilweise sofort der Schmerz weg ist, ist nix Neues für mich. Vielleicht ist es wirklich was mit den Nerven im Nacken. Wenn ich den Kopf neige und dann drehe oder wenn ich aufstehe und dabei den Kopf irgendwie bewege, ist mir immer noch schwindelig. Deswegen mache ich ganz langsam, nehme aber kein Paracetamol mehr. Montagfrüh gehts dann zum Frauenarzt und ich hole mir ein paar Überweisungen, dann sehen wir weiter. Solange es der Kleinen gut geht, halte ich alles aus was da noch kommt.

35. SSW

Babyalter: 34+4

Gewicht: 80,4 kg

Körper & Gefühle: Ich weiß inzwischen, dass die Akupunktur gegen Kopfschmerzen nicht geholfen hat (also, nicht gegen Kopfschmerzen, dafür aber bei der Verdauung). Letzten Montag habe ich daher Aku-Tape auf Nacken und Schultern bekommen, sowie zwei Samenkörner ins Ohr (für alle, die das genauso seltsam finden wie ich zuerst, hier ein Infolink). Was soll ich sagen – es hat geholfen! Ich kann jetzt nicht sagen, ob es am Tape, den Ohrsamen oder an beiden liegt, aber bis Freitag hatte ich keine Kopfschmerzen. Dann musste ich das Tape leider abmachen, weil es nicht mehr geklebt hat, und die Ohrsamenpflaster hatten sich durch den Wasserdampf beim Baden auch gelöst. Sonntag wars dann wieder ganz unerträglich, und heute Abend fahre ich in die Praxis und lasse mich erneut tapen.

So, dann haben die Tage zwei liebe Menschen ihre Babys bekommen. Zum einen die liebe July – herzlichen Glückwunsch von mir nochmal! Zum anderen eine ehemalige Klassenkameradin, die einen Kollegen vom Herzmann geheiratet hat und zufällig dann mit mir im Geburtsvorbereitungskurs war, diesen Blog aber nicht kennt. Und zack, wird alles noch viel, viel realer. Jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange und unser kleines Mädchen purzelt auch in die Welt. Noch 38 Tage bis zum Termin, sagt die App. Allein die Vorstellung ist so wahnsinnig krass!

Von Übungs- oder Senkwehen merke ich übrigens noch nicht wirklich was. Es ist mal irgendwie unangenehm, mal etwas hart, dann wieder scheint es einfach nur unmöglich, eine gescheite Position einzunehmen, in der weder Rücken noch Bauch weh tun. Dafür habe ich letzte Woche mit der Dammmassage angefangen (übrigens auch ein total seltsames Gefühl, aber wenns hilft…). Heublumen habe ich auch schon hier, für Dampfbäder, und das Magnesium habe ich abgesetzt. Leider hatte ich als Quittung Samstag einen so fiesen Krampf mitten in der Nacht, dass mir heute noch die Wade dolle weh tut und ich den Herzmann mit einem Schmerzensschrei so aus dem Schlaf gerissen hab, dass er dachte, es geht los (ups…).

Der kleine Krawallkeks hat inzwischen auch nicht mehr so viel Platz, was aber nicht heißt, dass sie deswegen weniger aktiv wäre. Im Gegenteil – sie wackelt mit dem Hintern, dass mein ganzer Bauch sich verformt und verschiebt. Sie drückt inzwischen auch gegen die Hand, wenn man sie etwas ärgert, oder schiebt die Katzen weg, wenn die am Bauch liegen und vibrierend schnurren. Ich finde es immer noch unfassbar, dass da ein kleiner, fertiger Mensch in mir drin wohnt und bald raus kommt, um unser Leben für immer zu bereichern.

Den Aufreger der Woche hatte ich am Samstag, als wir zum Geburtstagsabendessen bei meinen Eltern waren. Nicht nur, dass ich von meiner Mutter immer wieder gefragt werde, ob ich auch etwas Wein oder Sekt trinken will – nein, sie beantwortet sich die Frage postwendend selbst mit „Ach, du willst ja nicht…“ Und zwar in einem Tonfall, der mir einfach nur noch auf die Nerven geht. Was dann gar nicht ging: Zum Nachtisch gab es eine Waffel mit Kirschen und Vanilleeis, alles schon angerichtet auf Tellern. Nachdem ich die erste Kirsche im Mund hatte, kam sofort das Aroma von ordentlich Kirschwasser raus, was dazu führte, dass der Herzmann meine Waffel mit dem Zeug drauf dann essen durfte. Ich sagte meiner Mutter, dass ich das echt daneben finde, weil sie ja weiß, dass ich absolut Alkohol vermeide während der Schwangerschaft und sie sagte nur, ich solle mich nicht so anstellen und das Fläschchen Kirschwasser sei ja eh verkocht. Gut, ich wollte keine Szene machen, mir ging es Samstag kreislauftechnisch eh nicht so gut und meine sagenhaft laute Verwandtschaft hat mir an dem Abend eh schon den Rest gegeben (ich vertrag das gerade einfach nicht), dass ich nur nochmal drauf hinwies, dass selbst der Alkohol in Wein nicht binnen anderthalb Stunden Kochen verdampft und sie sich ja keinen Zacken aus der Krone gebrochen hätte, wenn sie gefragt hätte, ob ich das essen will oder nicht. Dann hab ichs dabei belassen und bin wieder aus der Küche gegangen, sie hat da eh kein Verständnis. Wie oft ich schon hören musste, dass sie bei mir damals auch mal nen Glas Rotwein getrunken hat und es hätte mir nicht geschadet… Klar, die eine Kirsche hat jetzt ganz sicher eh nix bewirkt. Aber es geht da ums Prinzip, und ich habe für mich nun mal entschieden, dass Alkohol absolut tabu ist während der Schwangerschaft. Ich könnte es mir niemals verzeihen, wenn mein Kind deswegen einen Hirnschaden oder einen sonstigen Entwicklungsfehler hätte.

Geht gut: Eis, Kakao, Baden, das kühlere Wetter

Geht schlecht: Schlafen

Must have: Walnuss-Eis, Haferfleks von K*lln

Sonstiges: Donnerstag gehts wieder zum Arzt! Ich bin gespannt, ob nochmal geschallt wird. Leider hat meine Hebamme dann auch erstmal zwei Wochen Urlaub. Hier übrigens mal ein aktuelles Bauchfoto von gestern:

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Was ich im Mutterschutz erledigen möchte:

  • Bauchfotos für den Blog aufbereiten
  • Utensilos für den Wickeltisch nähen
  • Ikea-Lampe im Kinderzimmer mit Stoff pimpen
  • Wandgestaltung im Kinderzimmer fertig machen
  • meine Klamotten aussortieren (der Herzmann nennt mich schon einen Klamotten-Messi…)
  • Fenster im EG putzen
  • neue Kamera raussuchen
  • auf den Stoffmarkt gehen
  • Geburtskarte weitgehend vorgestalten
  • …..

12 von 12 im August 2014

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Das Original und andere Mitstreiter findet ihr bei Frau Kännchen.

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1v12: Meine Ma hat Geburtstag, deswegen habe ich noch vor dem Frühstück ihr Geschenk eingepackt. Gewünscht hat sie sich einen neuen Handrührer, deswegen gab es denselben, den wir auch haben, da ich sehr zufrieden damit bin!

2v12: Nach dem Frühstück eine Runde aufs Sofa, neue Blogbeiträge lesen und mich bei Twitter und Facebook auf den neuesten Stand bringen. Derweil wurde ich geduldigst belauert, bis endlich eine Hand zum Streicheln frei war. ♥

3v12: Gegen halb 11 ging’s ab in den Keller. Ich hasse bügeln (deswegen wird bei uns auch so gut wie nix gebügelt), aber fürs Nähen muss es dann doch mal sein. Aus den zwei Stoffen will ich die Utensilos für die Wickelkommode nähen.

 

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4v12: Anschließend habe ich ein Kapitel gelesen, während die Katzen Siesta gehalten haben. ^^

5v12: Schnell etwas essen (es gab Wassermelone), dann noch die Nägel lackieren. Da meine Quick Dry Tropfen von essence leer waren, habe ich mal das Spray von p2 geholt. Ich bin mit den Tropfen allerdings zufriedener gewesen, die waren besser zu dosieren und haben schneller getrocknet, finde ich. Dafür war der Tipp für den Toplack von Mama Miez super. Seitdem splittert der Lack erst viele Tage später, wo ich früher oft schon am nächsten Tag die ersten Schäden hatte.

6v12: Nach dem Trocknen des Lacks habe ich mich umgezogen. Um zwei bin ich bei der Fußpflege, danach fahre ich zu meiner Ma.

 

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7v12: Um 14:40 sind die Füße wieder hübsch und weich. Auf Lack hatte ich diesmal keine Lust, viielleicht beim nächsten Mal – am 15. September, also 10 Tage vor dem errechneten ET. Man will ja schließlich hübsch sein. *kchch*

8v12: Meine Ma hat Rehrücken gebacken. Der war ganz lecker. Spontan gab es noch Waffeln, weil sie ihren neuen Mixer und das frisch geschenkte Eisen für Belgische Waffeln ausprobieren wollte. Die waren echt himmlisch!

9v12: Um halb 6 kam der Herzmann dazu und hat den Rest der Waffeln vernichtet, gegen halb neun sind wir nach Hause gefahren. Auf dem Weg haben wir Vanilleshakes und Cheeseburger organisiert. Alles in allem ein leckerer, ziemlich ungesunder Tag. ^^

 

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10v12: Weil die blöden Mückenstiche (hier 3 Wochen alt) immer noch schmerzen, dick sind und jucken (bin allergisch), musste Kortisoncreme her. Damit wird es langsam besser.

11von12: Nachdem der Herzmann das Auto in die Garage verfrachtet hatte, lauerte ihm der Nachbar auf. Er hatte zwei Pakete für uns, in einem war eine Spielesammlung (kaum zu glauben, wir haben alles mögliche, aber so ne Sammlung nicht), im anderen eine kleine Festplatte. So hat jeder sein Spielzeug bekommen. 😀

12von12: Außerdem haben wir eine Tüte mit Fingerfarben und Schminkstiften geliehen bekommen. Die sind für den Babybauch – da soll der Herzmann sich nämlich mal kreativ auslassen. Ich bin gespannt, was das wird…. ^^

34. SSW

Hallo Mutterschutz!

Babyalter: 33+3

Gewicht: 79,9 kg

Körper & Gefühle: Mir gehts gut! Körperlich nervt das Steißbein gerade wieder mehr und ich habe sehr oft Kopf- und Rüclenschmerzen. Deswegen hat mich meine Hebamme am Donnerstag auch genadelt und ich greife wieder vermehrt auf den Tigerbalsam zurück. Leider hat die Akupunktur bisher nichts gebracht. Wir wollen heute nochmal sprechen, und morgen kommt sie eh vorbei und schaut sich unsere Ausstattung an, ob wir alles haben oder etwas wichtiges noch fehlt. Dann, sagte sie, versuchen wir Kinesio Taping, wenn die Akupunktur da nicht geholfen hat (Besserungen sollten sich wohl so 24-48h nach der Akupunktur einstellen). Sonst war bei der Vorsorge alles super, CTG und die Herztöne normal. Mein eigener Puls ist etwas hoch gewesen (108 in Ruhe), aber das ist er ja die ganze Zeit über schon. Mein Bauch ist inzwischen richtig kugelrund, in der 15. SSW waren es 96 und jetzt hat sie 108 cm gemessen (ich gelobe Besserung mit den Fotos!). An die Fußnägel komme ich schon gar nicht mehr richtig dran. In der kommenden Woche habe ich neben diversen anderen Terminen (Elterngeldstelle, Autoinspektion, Yoga, Hebamme) deswegen auch wieder einen Termin zur Fußpflege. Ich habe glücklicherweise immer noch keine Schwangerschaftsstreifen und der Nabel ist auch nicht geplöppt. Ach ja, und dann hatte mich vor 3 Wochen so eine bekloppte Mücke gleich 3x nebeneinander in den linken Unterarm gestochen, direkt neben den Ellbogen. Ich reagiere da allergisch drauf, kann ja aber so gut wie nix nehmen. Wurde sofort megadick, ist dann aber nach ner Woche wieder abgeschwollen. Leider hat sich das nu auch noch etwas entzündet, weil ich nachts offenbar kratze, sodass ich mich morgen erstmal darum kümmern muss, ehe es noch schlimmer wird.

Gefühlstechnisch ist das etwas schwieriger gerade. Ich hatte am Freitag meinen letzten Arbeitstag. Ab sofort bin ich also im Mutterschutz. Das ging sooo schnell, das ist echt der Wahnsinn. Ich habe etwas Sorge, dass auch das erste Babyjahr vergeht wie im Flug. Und dann natürlich Heuli an der Arbeit. Mir werden die meisten echt soooo sehr fehlen! Und ich hege etwas die Befürchtung, dass mir doch schon langweilig wird während der kommenden 6 Wochen. Klar, nun sagen die meisten, schlaf was das Zeug hält – aber das kann und will ich ja nicht den halben Tag machen! Also gibt’s hier ab sofort eine neue Rubrik, die Mutterschutz-ToDo-Liste. Und mich hat sehr gefreut, dass der Herzmann vorschlug, vielleicht freitags jetzt immer Urlaub zu nehmen oder wenigstens Homeoffice zu machen. ♥

Geht gut: Eis essen (Der Hit derzeit: Walnuss-Eis)

Geht schlecht: Schlafen

Must have: Walnuss-Eis, Weintrauben

Sonstiges: Der kleine Krawallkeks liegt derzeit tatsächlich wieder mit dem Kopf nach unten, Rücken links und Beinchen rechts. Der Kopf ist aber noch abschiebbar. Hoffen wir also, dass sie sich nicht nochmal drehen will. Den nächsten Arzttermin habe ich am 21. August.

Was ich im Mutterschutz erledigen möchte:

  • Bauchfotos für den Blog aufbereiten
  • Utensilos für den Wickeltisch nähen
  • Ikea-Lampe im Kinderzimmer mit Stoff pimpen
  • Wandgestaltung im Kinderzimmer fertig machen
  • meine Klamotten aussortieren (der Herzmann nennt mich schon einen Klamotten-Messi…)
  • Fenster im EG putzen
  • neue Kamera raussuchen
  • auf den Stoffmarkt gehen
  • …..

Habt ihr noch Vorschläge? Dann gern her damit! 🙂

 

Vom Salz im Kühlschrank

Spätestens jetzt ist es soweit und ich muss mir eingestehen, dass wohl auch mein Hirn geschrumpft ist. Das liest man ja allenthalben, dass das Hirn einer Frau im Laufe der Schwangerschaft kleiner wird (zum Glück wird es nachher wieder größer, sogar größer als vorher). Jedenfalls passieren mir immer mehr kuriose Sachen, teilweise lustige, teilweise peinliche und leider auch echt ärgerliche. Vor einigen Wochen habe ich beispielsweise einen ziemlich blöden Anfängerfehler beim Satz eines A2-auf-A4 Faltblatts gemacht, der dazu führte, dass ein mittiges Poster teilweise auf Umschlagseite 4 gedruckt wurde. Das hat meine Firma dreitausend Euro gekostet und war mir endpeinlich, auch wenn niemand sich so sehr darüber aufgeregt hat wie ich selbst. Klar, Fehler passieren halt mal. Nuja, mir passieren normalweise solche blöden Fehler nicht, weil ich mich selbst zigmal kontrolliere. Blöder Hang zum Perfektionismus halt (übrigens, wer sich etwas für die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen und generell für emotionale Intelligenz interessiert, dem sei dieser sehr empfehlenswerte Blog von Roland Kopp-Wichmann nahegelegt).

Ünerhaupt scheine ich gerade nicht ganz richtig zu ticken. So habe ich vor ein paar Tagen verzweifelt das Salzfässchen gesucht und nicht gefunden, ich hatte schon den Herzmann im Verdacht, weil er auch gern mal irgendwelche Dinge aus der Spülmaschine dort hin räumt, wo sie nicht hin gehören. Aber er hat mich nur fragend angeschaut und mit den Schultern gezuckt. Naja – gefunden habe ich es dann im Kühlschrank, als ich etwas anderes rausnehmen wollte. Mit dem Kühlschrank hab ich’s übrigens: Gestern wollte ich die Ofenhandschuhe wegräumen und hatte schon die Kühlschranktür auf, um sie reinzulegen.

Ob diese Schusseligkeit auch mit Tollpatschig- und Vergesslichkeit in Verbindung steht, weiß ich nicht. Allerdings fallen mir letztens ziemlich oft irgendwelche Dinge runter. Oder ich erzähle ganz euphorisch von etwas, ehe mein Gesprächspartner mich darauf hinweist, dass ich es kurz vorher schon erzählt hatte oder er dabei war, als es passiert ist. Das ist mir vor der Schwangerschaft so gut wie nie passiert. Ich weiß ganz plötzlich an der Kasse meine Pin für die EC-Karte nicht mehr (natürlich fällt sie mir dann direkt wieder ein, wenn ich die bar bezahlten Einkäufe ins Auto räume), vergesse Termine ganz (oder verschiebe sie gedanklich um einen Tag nach vorn), verdrehe jahrelang bekannte (4stellige!) Telefonnummern und Postleitzahlen, duze plötzlich Leute, die ich sonst sieze und umgekehrt und bin nicht mehr im Stande, einen einfachen Dreisatz anzuwenden. Irgendwas scheint da oben nicht ganz richtig zu sein. Hormonell verstellt oder so.

Jetzt wird dieses Phänomen ja als „Schwangerschaftsdemenz“ belächelt. Tjahahaaa – aber eigentlich sagen mir alle Mütter, die stillen bzw. gestillt haben, dass daraus leider erstmal ne Stilldemenz wird. Das bleibt also spannend. Ich kann vorerst nichts anderes tun, als mir alles mögliche aufzuschreiben und die Leute um mich rum zu bitten, mich an Dinge zu erinnern, auch wenn sie banal sind.

Und die Sache mit dem Dreisatz vertusche ich einfach, da gibts nämlich tolle Rechner im Internet für. Wobei ich ja eh nur noch zwei Arbeitstage habe, an denen ich das eventuell können muss. 😀

Wie war bzw. ist das bei euch so?

33. SSW

Babyalter: 32+5

Gewicht: 80,0 kg

Körper & Gefühle: Ich bin soooo müde! Seit dem Wochenende schlafe ich einfach gar nicht gut. Ich muss ständig auf Toilette und wälze mich danach dann ewig hin und her, bis ich wieder einschlafen kann. In den letzten zwei Tagen musste ich gegen vier aufstehen und einen Joghurt essen, weil ich so Hunger hatte. Morgens tut mir alles weh (obwohl wir ein Wasserbett haben, dessen Füllmenge ich auf meiner Seite dem Gewicht anpasse!) und ich bin froh, wenn ich aufstehen darf. Tagsüber bin ich hundemüde und könnte überall schlafen, zumindest döse ich wenigstens, wenn ich nach Hause komme mittags. Das Steißbein nervt wieder mehr. Ich freue mich deswegen schon sehr auf den Termin bei der Hebamme am Donnerstag, wo ich akupunktiert werde. Ich hoffe, das bringt was. Immerhin gehts bei dem Wetter etwas besser mit dem Kreislauf. Am Sonntag hatte Madame übrigens nachts um 4 fiesen, langen Schluckauf, der mich wach gehalten hat bis kurz vor 5, wo ich dann einen Joghurt essen musste, ehe wir beide dann eingeschlafen sind. 😀

Der Herzmann brachte am Freitag eine Einladung zur Hochzeit seines Arbeitskollegen mit nach Hause. Haha – die ist am 4. Oktober… Ich gehe derzeit davon aus, dass die zumindest ohne mich stattfinden wird. Entweder sind wir gerade in der Klinik – oder der Krawallkeks ist eben geschlüpft – oder ich bin sowas von hochschwanger, dass ich schlichtweg nix zum Anziehen hab. ^^

Yay-Momente: Keine Schwangerschaftsstreifen! Bauchnabel ist zwar klein, aber (noch?) nicht geplöppt.

Und: Ich habe die 80 gesprengt. :-/

Geht gut: Wieder Äpfel essen, ohne dass das Zahnfleisch blutet

Geht schlecht: Katzenfutter riechen, schlafen

Must have: Ich habe Aprikosen gekauft. 2 Kilo! Moah! 😀

Sonstiges: 51 days to go. Der Krawallkeks müsste knapp 2 Kilo wiegen und etwas mehr als 40cm groß sein. Der nächste Termin beim Frauenarzt ist aber erst in 2 Wochen, weil ich die Vorsorge im Wechsel mit der Hebamme machen lasse. Ich glaube auch, dass sie wieder bzw. immer noch richtig liegt.