Jackpot

Donnerstag Abend war ich beim Yoga. Leider hatte ich zuvor einen Anruf der Hebamme S. bekommen, dass Hebamme C. mich ja gar nicht im Wochenbett betreuen könne, weil sie da schon voll sei. Ich müsse mir dann wohl eine andere suchen oder eben doch irgendwie mit ihr vorlieb nehmen, wobei es in der 31. Woche ja schwierig sein dürfte, noch jemanden zu finden, also jemand Gutes. Ach ja, mit meinem Mann sei sie (Hebamme S.) bei der einen Vorsorge und in den zwei Kursterminen ja auch nicht warm geworden, er hätte ja gar nix gesagt und so (wie denn auch, wenn sie als selber quatscht?!,) das sei jetzt halt eine blöde Situation, sowas sei ihr ja auch noch nicht passiert (HA-HA!! Ich glaub kein Wort!), ABER sie sei ja professionell! Ich war erstmal total baff am Telefon, da SIE diejenige war, die immer wieder sagte, dass da schon die Chemie stimmen sollte, wenn man sich für eine Hebamme entscheidet, weil Vorsorge und gerade auch Wochenbett ja schon sehr emotional sind! Und es sei ihr lieber, wenn man dann was sagt, statt es in sich reinzufressen. Das hatte ich Mittwoch gemacht – und gesagt, dass ich lieber bei Hebamme C. Vor- und Nachsorge möchte, und dann kommt SO ein Anruf?! Ich habe also am Donnerstag Bedenkzeit erbeten und erstmal noch eine weitere Hebamme angerufen. Die würde mich sogar noch nehmen, Kennenlerngespräch ist am 30.7., aber leider macht die derzeit gar keine Kurse, weil sie selbst wieder Mutter geworden ist (5. Kind). Ich hänge gerade total in der Schwebe deswegen, bin echt megasauer, kann aber nix machen. Und ja, die Hormone tun ihr übriges, sodass ich derzeit beim Wort „Hebamme“ schon losheulen könnte.

Und als wär das schon alles… Donnerstag gegen 22 Uhr hat’s beim Aufstehen so sehr in der rechten Leiste bis zum Schambein gezogen, dass ich mich am Tisch festhalten musste und danach nur weit vorgebeugt überhaupt schlurfen konnte. Toll, Muterbänder gedehnt, dachte ich. Also den Herzmann nach der Wärmflsche ausgesandt und mich irgendwie links aufs Sofa gebettet. Sitzen tat plötzlich super weh. So bin ich dann auch mit seiner Hilfe die Treppe hoch gekrochen und ins Bett gekrochen. Rechts liegen ging gar nicht, Rücken ist eh nach ein paar Minuten autschn, sodass ich mehr oder minder die ganze Nacht auf der linken Seite verbracht habe. Da war der Schmerz nicht weg, aber nur noch dumpf und ich konnte wenigstens dösen. Bis ich dann auf Toilette musste. Es war zwei Uhr eins, als ich den Herzmann wecken musste, weil ich das Gefühl hatte, in der Mitte durchzureißen. Dass das Wehen seien, glaubte ich nicht – das einzige, was dafür sprach, war dass die Wärmflasche so gar nicht half. Aber sobald ich mich links lagerte, waren sie dumpf. Aufstehen ging nur mit Hilfe, und als ich dann endlich auf dem Klo ankam, fühlte ich mich veräppelt (und der Herzmann vermutlich auch). Nach gefühlten 10 Tropfen war’s das nämlich und wir konnten zurück schleichen. Ich fühlte mich wie 95 ohne Krückstock, legte mich wieder links und bin dann 2 Stunden später auf allen Vieren ins Bad gekrochen, weil ich den armen Herzmann nicht nochmal wecken wollte wegen drei Tropfen Pipi. Am nächsten Morgen war ich kurz wach, als der Herzmann aufstand und mich fragte, ob wir nicht doch lieber zum Arzt wollten. Tough wie man ist, verneinte ich und sagte, dass der mich ja auslacht wenn ich wegen überdehnten Mutterbändern da auflaufe. Nuja, das war um sechs. Um zehn rief ich beim Arzt an und um halb elf war der Herzmann zu Hause und fuhr mich dorthin. Übliches Prozedere: Urin (Entzündungswert erhöht), CTG (alles gut, aber den Schallkopf mag Madame nicht), Muttermund prüfen (alles prima), Ultraschall der Nieren – Hoppla, Nierenstau rechts. Aha! Wenigstens hatten die Schmerzen jetzt einen Namen und ich fühlte mich nicht mehr ganz so blöde (dachte ja immer noch irgendwie, das sei ein überdehntes Mutterband). Ich bekam Buscopan Zäpfchen (ich HASSE Zäpfchen!) Er wollte außerdem prophylaktisch Amoxicillin verschreiben, ging aber nicht, weil ich darauf allergisch reagiere. Dann schlug er ein anderes Mittel vor – möpp, leider darauf auch allergisch. Das sind die beiden großen Antibiotikafamilien, die ich nicht nehmen kann. Hm, meinte er, dann wäre es schwierig. Ich bekam Monoril, so eine Einmal-Trinklösung. Und den Hinweis, dass ich einen Klinik-Aufenthalt gewonnen hätte, wenn es bis Montag nicht zumindest erheblich besser geworden sei. Juchhu, super Sache. Jetzt soll ich natürlich viel trinken (NOCH mehr als die 3-4 Liter, die ich eh schon trinke?!) und die rechte Seite nach Möglichkeit entlasten. Okay. Leider hat sich der Krawallkeks nochmal gedreht und liegt nun in BEL, damit sie fleißig gegen die Blase treten kann. Vielleicht ist das aber auch der Auslöser für den Nierenstau, weil sie sich erst Mittwoch gedreht hat. Also, kleine Dame, bitte wieder in die Startposition zurückdrehen!

Heute Morgen gehts mir schon etwas besser, aber weg isses nicht. Laufen tu ich immer noch wie eine 80jährige. Aber ich habe ja noch 3 Zäpfchen. Think positive, ne? :-/

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2 Kommentare zu “Jackpot

  1. Schokolane 19. Juli 2014 um 20:50 Reply

    Oh nein, das klingt ja wirklich fies! Ich drück dir die Daumen, dass es dir schnell besser geht und du nicht ins KH musst!
    Und deinen Ärger wegen der Hebamme kann ich auch gut nachvollziehen. Aber du könntest ja auch die Kurse bei den anderen Hebammen machen und nur Vor-/Nachsorge von der neuen. Ich finde es bei den Kursen nicht ganz so wichtig, dass man auf einer Wellenlänge ist, wie bei dem „persönlichen Part“. Wird schon werden!

    • drachenkatz 24. Juli 2014 um 15:41 Reply

      Zum Glück hat sich das nun hoffentlich geklärt. Der Nierenstau ist auch weg – es geht also aufwärts. Danke für die lieben Worte! 🙂

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