Die erste Untersuchung

Mir war ja klar, dass man noch nichts sehen kann. Trotzdem habe ich gestern meinen Frauenarzt-Termin wahrgenommen, immerhin hatte ich den ja eh, also wieso nicht hingehen? Meiner Chefin hatte ich Sonntag noch geschrieben, dass ich zum Arzt müsse und das Team dann vermutlich gegen zehn dann mit meiner Anwesenheit beehren würde, statt wie sonst um acht Uhr. Punktlich um 8:30 und aufgeregt wie bei einer Abiturprüfung lief ich dann beim Frauenarzt auf und erklärte der netten Sprechstundenhilfe, dass ich eigentlich einen Termin zur Vorbesprechung für den Hormonstatus hätte, aber sehr wahrscheinlich schwanger sei und das gern bestätigen lassen würde. Das war wie zu erwarten auch gar kein Problem. Ich musste ein Becherchen füllen und wurde dann reingerufen. Irrtümlicherweise bin ich davon ausgegangen, dass die Schwangerschaft mit dem Urin nachgewiesen werden würde. Dazu gleich mehr. Erstmal gab es nämlich ein paar Fragen („Wann war der Beginn der letzten Periode?“ – „26. November.“ – „Dann müssten Sie ja schon in der 8. Woche sein!“ – „Nee, Temperatur ging erst am 05.01. hoch.“ usw.). Und dann wurde geschallt. Wie zu erwarten war, sah man außer einer 10 mm hohen Schleimhaut und einem rechtsseitigen Gelbkörper nichts. Links waren nach wie vor ein paar dunkle Flecken am Eierstock, aber rechts sah super aus. Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass ich den linken irgendwie vergessen kann. Inzwischen habe ich auch die Theorie, dass meine Zyklen deshalb so lang sind, weil die Eier immer nur rechts springen und nicht links (falls das überhaupt möglich ist, was ich nicht gefragt habe. Weiß das jemand?). Es kamen während des Schalls noch ein paar weitere Fragen nach Anzeichen und Befinden, und als der Doc fertig war, teilte er mir mit, dass er aufgrund des ihm gebotenen Bildes sehr der Meinung sei, dass ich schwanger bin. *hüpf* Allerdings wollte er trotzdem Blut abnehmen, um diverse Werte checken zu lassen und den hCG-Wert zu bestimmen. Die Werte sollte ich am nächsten Tag abfragen. In 2 Wochen – also am 03. Februar – habe ich nun den nächsten Termin. Ein Mutterpass wurde mir schon in die Akte gelegt, ich hab’s genau gesehen! Absolut geflasht bin ich dann zur Arbeit gefahren. Ich war so aufgeregt, dass ich ganz vergessen hatte, nach dem Pipi zu fragen. Auf Arbeit musste ich mich sehr anstrengen, nicht ständig dieses Dauergrinsen zu haben. Mein Googlen hat übrigens ergeben, dass man bei jeder Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft Urin abgeben muss, damit er auf Zucker, Eiweiß und Blut kontrolliert werden kann.

So. Also habe ich heute früh in der Praxis angerufen und nach den Werten gefragt. Gnah – die kommen heute ausnahmsweise erst per Kurier um 12! Ich solle doch dann nochmal anrufen. Phew. Ich glaube, die haben bei mir echt einen Haken bei „Patientin ganz besonders nervös machen“ gesetzt…

Gestern habe ich außerdem ein paar „Notfallsachen“ fürs Büro ergattert, als da wären: Mandeln und Rosinen, eine Packung Filinchen und ein paar Cranberry-Müsliriegel. Außerdem habe ich einen Riegel und ein paar Mandeln und Rosinen in meine Handtasche gepackt. Hintergrund ist folgender: Wenn ich merke, dass ich Hunger bekomme, muss ich wirklich sofort bald etwas essen, sonst sackt mein Kreislauf dermaßen ab, dass es mir gar nicht gut geht. Im Büro stehen oft Äpfel oder irgendwer hat Süßigkeiten da, aber ich will ja nicht in der Schwangerschaft 25 Kilo zunehmen und dann wieder so fett mopsig dastehen wie vor einem Jahr. Das ist zumindest der Plan, also versuche ich nach wie vor sehr auf die Ernährung zu achten. Ich hoffe, es klappt. 🙂

P.S. Heute bin ich 4+0. Meine App sagt, dass ich einen kleinen Mohnkrümel in mir trage. 🙂

NACHTRAG:

Die wollten mich echt kirre machen!

8:34 – Ich rufe an. Laborwerte sind noch nicht da. Kommen um 12.

12:05 – Ich rufe an. Außerhalb der Sprechzeiten. Bitte ab 16 Uhr versuchen. Gnah.

16:00 – ich will anrufen. Mein iPhone zeigt aber ständig „Anruf fehlgeschlagen“ an. Argh! Kollegin im Büro. Kann das Festnetz also nicht benutzen.

17:03 – Ich rufe von zu Hause aus an. 5 Minuten Warteschleife. Dann Sprechstundenhilfe dran. Ich frage nach den Blutwerten. Sie drückt mich wieder in die Schleife. Ich denke, sie sucht die Werte. Nach 5 Minuten ist sie wieder dran. „Ich stell Sie zum Doktor durch.“ Ich wieder in der Schleife. Und habe Panik. Kann die nicht einfach sagen dass was nicht stimmt?!? Sie könnte doch sonst auch einfach „Glückwunsch* sagen, oder? 7 Minuten Gedudel. Dann die Erlösung: Das hCG ist nachweisbar und ausreichend hoch für den aktuellen Stand der Schwangerschaft. Eileiterschwangerschaft damit auszuschließen (da wärs nämlich niedriger). Herzlichen Glückwunsch. Beim nächsten Termin hört man das Herzchen. Werte alle tipptopp.

17:21 – Ich lege auf und heule wie ein Schlosshund. Damit erschrecke ich den Mann, der gerade nach Hause kommt und ein großes Drama befürchtet. Ich aber falle ihm um den Hals und muss mich dann erstmal setzen weil der Kreislauf komplett durchdreht.

Uff. So glücklich!

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3 Kommentare zu “Die erste Untersuchung

  1. Schokolane 21. Januar 2014 um 17:15 Reply

    Hach, schön! 🙂 Ich bin ja immernoch im „Wartemodus“. In ein paar Tagen werde ich es aber wohl auch wissen. 😉

  2. Frl. Null.Zwo 21. Januar 2014 um 18:56 Reply

    Ja und?!?!
    12 Uhr ist schon lange vorbei…
    🙂

    • drachenkatz 22. Januar 2014 um 10:45 Reply

      Tor! *grins* Hab eben oben einen Nachrtrag reingeschrieben. Das war ein Wechselbad der Gefühle gestern. Ich dachte, ich dreh durch…

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