Einbildung ist auch eine Bildung (?)

Und da ist sie wieder, die Nervosität, die sich irgendwann nicht mehr wegschieben lässt. Man kennt das: Um den vermuteten Eisprung herum ist man hibbelig, weil man ja den richtigen Zeitpunkt abpassen sollte (umso blöder, wenn man nie genau weiß wann was passiert). Die paar Tage danach sind dann entspannter, man denkt nicht mehr dauernd nach und fragt sich, ob’s diesmal geklappt hat. Und je näher man dem NMT (Nicht-Mens-Tag, also dem Tag, an dem man die Blutung bekommen müsste) kommt, desto nervöser wird man wieder. Man horcht in sich hinein, interpretiert jedes Bauchgrummeln als sonstwelche eventuellen Anzeichen und macht sich dadurch noch verrückter. Morgens beim Temperaturmessen bangt man um jedes Zehntelgrad, das da mehr oder weniger angezeigt wird, man achtet unterbewusst auf idiotische Kleinigkeiten und versucht sich selbst krampfhaft einzureden, dass das diesmal nur PMS sind. Weil: Man will sich ja nicht verrückt machen. Also sagt man sich Mantra-mäßig „Das isnd eh nur PMS. Kein Stress. Das sind eh nur PMS. Kein Stress.“ Und hofft insgeheim, dass man selbst doch Unrecht hat. Was ich sonst ja nie tun würde!

Diesmal allerdings ist es anders. Nach meinem letzten Megazyklus (52 Tage insgesamt) habe ich diesmal den Eisprung noch später gehabt. Aber immerhin hatte ich einen (man muss das ja positiv sehen). Da ich keine Ovulationstests benutze und bzgl. der NFP (natürliche Familienplanung) auch nur meine Basaltemperatur messe und nichts anderes kontrolliere, konnte ich diesmal den Zeitpunkt nicht hundertprozentig festlegen. Ich hatte nämlich folgende Kurve:

kurve-zyklus4

Heute, am 13. Januar, bin ich demnach entweder an Tag 9 oder an Tag 7 (der erste kleine Ausschlag war während der Erkältung im Dezember). Am Samstagmorgen bin ich früh aufgewacht und war danach den ganzen Tag über hundemüde. Ich hatte schlechte Laune, obwohl wir abends beim Neujahrsfeuer waren, war super schnell gereizt und genervt. Gut, das hatte ich in den letzten Zyklen auch oft. Aber! Ich hatte schon morgens das Gefühl, meinen BH zu sprengen, und DAS hatte ich noch nie. Allerdings scheine ich in jedem Zyklus neue Prämenstruelle Syndrome zu entdecken. Und ich will ja nicht hibbeln. Also wieder das Mantra. Allerdings ist auch dem Herzmann aufgefallen, dass sich da was verändert hat. Er hat daher PMS mal in Pro-Mops-Syndrom umbenannt. 😀 Samstagabend war die Brust dann auch richtig berühungsempfindlich. Letztes ist heute ein winziges Bisschen besser. Seit Samstag habe ich außerdem so ein Zupfen im Unterleib, das nicht so stark ist wie sonst vor der Mens. Und am Sonntag habe ich vor dem Frühstück unbedingt ein Ei mit Majo haben müssen.

Am 20. Januar habe ich einen Termin bei meinem Frauenarzt zur Vorbesprechung, was wir gegen meine langen Zyklen unternehmen können. Ich hatte diesen Zyklus also schon halb abgeschrieben. Und jetzt? Jetzt hibbel ich wieder. Verrückt!

Advertisements

Ein Kommentar zu “Einbildung ist auch eine Bildung (?)

  1. Frl. Null.Zwo 13. Januar 2014 um 21:43 Reply

    Wenn die Herzen richtig sitzen, drücke ich mal feste alle Däumchen *toitoitoi*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: