Archiv für den Monat Januar 2014

Yoga

Ich gehe seit einem Jahr regelmäßig einmal in der Woche zum (Entspannungs-)Yoga. Obwohl ich zuerst etwas skeptisch war (da ich zuvor mit einer Freundin zur Probestunde beim Poweryoga war – Folter!), habe ich schnell gemerkt, dass mir das sehr gut tut. Als Ausgleich zum Job spiel(t)e ich (bisher) regelmäßig Badminton, kann mich also richtig auspowern. Beim Yoga machen wir zu Beginn der 90 Minuten immer erst Atemübungen, dann Dehnungen und Halteübungen, die mir als Bildschirmtäter besonders im Rücken/Schulter/Nacken-Bereich sehr gut tun. Die dritte Phase ist dann die Entspannungsphase. So richtig entspannen kann ich mich allerdings nur, wenn wir Yoga Nidra praktizieren, die geleitete Tiefenentspannung. Bei der „normalen“ schweifen meine Gedanken recht schnell wieder ab, sobald die Yogalehrerin nicht mehr spricht und ich somit keine Stimme mehr habe, auf die ich mich konzentrieren kann.

Nun war gestern wieder Yoga und ich bin um eine Erfahrung in der Kombination Yoga-Schwangerschaft reicher. Meiner Lehrerin hatte ich in der letzten Woche schon von der Schwangerschaft erzählt, einfach weil ich wissen wollte, auf welche Übungen ich vielleicht nun besser verzichten oder wie ich sie abwandeln sollte. Sie weiß also Bescheid. Gestern haben wir ein paar Vorbeuge- und Aufrichte-Übungen für die Schultern und den unteren Rücken gemacht, und als ich mich langsam wieder aufgerichtet habe, wurde mir plötzlich total schwummerin. Der äußere Rand meines Blickfeldes war verschwommen und ich fühlte mich, als stünde ich auf Watte. Eine Bekannte, mit der ich zum Yoga gehe, sah mich von der Seite an und fragte mich sofort, ob alles in Ordnung sei, weil ich aussah wie eine Kalkleiche. Ich habe ihr gesagt dass sich grad alles dreht und mich dann ziemlich plump hingesetzt. Die Yogalehrerin kam sofort zu mir, während eine andere ein Fenster öffnete. Sie hat den Rest der Gruppe dann angeleitet, während sie bei mir saß. Ich sollte mich in der Zwischenzeit hinlegen und die Füße aufstellen, die Hände auf den Bauch legen und dorthin atmen. Zuerst hat sie ihre Hände auf meine Füße gelegt und immer wieder gestrichen, dabei wohl meinen rasenden Puls gespürt und ziemlich besorgt geschaut. Nach einer Weile setzte sie sich ans Kopfende, hat meinen Kopf gehalten und sanft bewegt, dann Streichungen über Brustbein, Schultern und Kopf ausgeführt. Das hat tatsächlich auch geholfen, auch wenn es eine gute Viertelstunde gedauert hat, bis mein Puls wieder soweit war, dass ich mich aufsetzen konnte, ohne dass die Welt getanzt hat.

Ich hatte vorher ja schon gelesen, dass der Kreislauf im ersten Trimester Hochleistungen vollbringen muss, konnte das aber insgeheim nie wirklich glauben. Immerhin ist der Nachwuchs nichtmal so groß wie eine Erbse im Moment und die Gebärmutter auch nocht nicht nenneswert gewachsen. Mich hat das daher ziemlich beindruckt (und auch etwas verunsichert), dass das sich gestern so sehr gezeigt hat. Ich hatte vor dem Yoga etwas gegegessen und auch genug getrunken, darauf kann ich es also nicht schieben. Und als ich es gestern dem Herzmann erzählte, nickte der bloß und meinte, dass das dann auch erklärt, wieso ich nach einem schnellen Aufstehen (aus Poäng, vom Sofa oder Bett) erstmal kurz innehalten muss, weil ich einen Anflug von Schwindel habe, bevor es in bekannter Wirbelwind-Manier dann weitergeht. Hm. Für mich also demnächst etwas mehr Vorsicht bei Beugeübungen.

6. SSW

Mein erster Wochenbericht. Ich hoffe, ich schaffe das auch wirklich regelmäßig. Der gute Vorsatz ist zumindest da. Jetzt muss ich mir erstmal überlegen, was ich überhaupt alles dokumentieren möchte. Das Bauchbild ist auf jeden Fall schon gemacht, liegt aber noch zu Hause auf der Kamera rum. Das muss ich also nachträglich noch hier einfügen (wiederkommen lohnt also!). Gibt es noch etwas, das ich vergessen habe und das unbedingt erwähnt werden sollte? Dann bin ich für jeden Tipp dankbar. 🙂

Babyalter: Nach der Selbstberechnung heute bei 5+1 (ich musste hier das Datum des Eisprungs eingeben).

Gewicht & Umfang: 67,5 kg, 92 cm

Körper & Gefühle: Ich bin dauermüde. Wenn ich zehn Uhr mal erlebe, bin ich schlecht gelaunt und zickig. Angeblich bin ich derzeit generell zickig. Kann ich gar nicht bestätigen! Mich nerven Kleinigkeiten und mich nervt generell alles viel schneller als sonst. DAS wiederum fällt mir selbst auf und ich mag es nicht. Ich renne ständig aufs Klo, auch nachts muss ich 2-4mal aufstehen. Ich muss sofort etwas essen, wenn ich merke, dass ich Hunger bekomme. Früher hat man das durchaus mal ein Weilchen so ausgehalten, jetzt aber kippt mein Kreislauf, wenn ich nicht wenigstens ein paar Mandeln esse. Besonders abends ziept es in meinem Unterbauch. Mit einer warmen Wärmflasche ist das aber kein Problem. Ich mag meinen Job. Sonst. Momentan schleppe ich mich hin und lasse den Hammer fallen, sobald Feierabend ist. Außerdem fange ich bei minimal rührseligen Szenen im Fernsehen an zu heulen.

Geht gut: Essen. Könnt ich gerade ständig und überall. Genauso wie schlafen.

Geht schlecht: Katzen füttern. Ich darf dann nicht mal im selben Raum sein, so sehr ekelt mich der Geruch von Nassfutter. Brr.

Sonstiges: Den nächsten Termin beim Frauenarzt habe ich am 03.02. – noch 6 Tage! Und dann kann ich endlich das Septembärli sehen. Hach! Unsere zwei Kater folgen mir derzeit auf Schritt und Tritt und schmusen was das Zeug hält. Die Katze verhält sich wie immer. Ob die wohl die Hormonveränderung riechen können?

Wissenswertes: Das Baby ist so groß wie ein Sesamsamen. Der Herzchen entwickelt sich und beginnt zu schlagen, auch die Organe beginnen sich jetzt zu entwickeln.

Bauchbild:

SSW5T5

Von Gelüsten und Zahnärzten

Schon letzten Samstag hatte ich ein absolutes Verlangen nach knackigen Pommes. Also mussten wir abends unbedingt essen gehen, wo ich dann mein Schnitzel mit den heiß ersehnten Kartoffelstäbchen glücklich vertilgt habe. Ein paar Tage drauf habe ich mit einer Freundin telefoniert, die mir von einem Kasslerauflauf erzählt hat. Währenddessen hat die Sabberei schon angefangen und kaum hatte ich aufgelegt, habe ich diesen Auflauf nachgebaut. Leider hatte ich nur Minutenschnitzel da, aber die haben einen passablen Ersatz abgegeben. Gestern Abend musste ich dann einen schrecklichen geplanten Zahnarzttermin wahrnehmen. Vor Weihnachten war ein Löchlein entdeckt worden, das gestern behandelt werden sollte. Um fünf hatte ich den Termin. Nun ist es so, dass seit der Schwangerschaft meine Essenszeiten total durcheinander purzeln. Normalerweise esse ich mein Frühstück (Joghurt, Quark und Banane) um acht im Büro, bis es dann um halb eins Mittagessen in Form von einem Vollkornbrot mit Käse oder Schinken, einem Ei und Gurke/Tomate gibt. Abends zwischen 6 und 7 koche ich und wir essen zusammen warm. Seitdem ich schwanger bin, hält mein Frühstück nur noch bis etwa elf, dann muss ich dringend was essen. Meistens ist das Obst und/oder Mandeln, Rosinen oder ein Müsliriegel. Mittag gibts dann normal. Und nachmittags gegen 4 nochmal einen Apfel oder Nüsse, damit ich es bis zum Abendessen aushalte, das nun meistens schon um 6 fast fertig gekocht ist. So. Nun hatte ich den Termin ja um fünf. Zähne geputzt hatte ich um kurz nach vier. Leider kam ich erst um kurz vor sechs dran. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon befürchtet, den armen Mann entweder vollzukotzen oder anzuknabbern (ich finde es ab einem bestimmten Punkt extrem schwierig, zwischen Hunger und Übelkeit zu unterscheiden). Nächstes Problem: Ich bin ein absoluter Schisshase beim Zahnarzt. Da geht also nix ohne Spritze. Ich liege da also vollkommen gestresst und zwischen Hunger und Übelkeit auf dem mintgrünen Stuhl und male mir die tiefsten Endzeit-Karieskrater aus, bevor sich mein Mund öffnet und ich mich sagen höre: „Ich bin schwanger. Es wär mir also ganz lieb, wenn wir es diesmal ohne Betäubung versuchen könnten?“ Mein Doc zieht nur die Brauen hoch, beglückwünscht mich und packt dann die bereits aufgezogene Spritze wieder weg, während ich mich zitternd frage, ob ich noch alle Latten am Zaun habe. Soweit, so gut. Dann wurde gebohrt. Während ich in Schockstarre gefangen und steif wie ein Brett auf den glühenden Schmerz warte, hänge ich gebannt an den Lippen des Docs, der mir immer wieder sagt wie toll ich das mache (psychologische Kriegsführung, wer hätte das gedacht?). Irgendwann lehnt er sich dann zurück und sagt mir, dass er nur noch füllen muss und wir fast fertig sind. Ich kann’s kaum glauben, hatte in der Zwischenzeit sogar den Hunger vergessen. Mir war nur noch schlecht. Um Viertel nach sechs bin ich dann geflohen mit dem Versprechen, in 4-5 Monaten wiederzukommen oder wenn mein Zahnfleisch zu sehr rumzickt. Nicht erwähnenswert, dass ich Hunger auf einen Auerochsen hatte. Zu Hause angekommen, habe ich erstmal eine Banane gefuttert. Dann überlegt, was ich kochen könnte. Dauerte mir alles zu lang – und dann habe ich das Glas Geflügelwiener entdeckt. Mit Ketschup perfekt! Den Mann schnell los geschickt um Brötchen zu organisieren. Zwei für mich bitte! Fieserweise brachte der Mann auch Amerikaner mit. Ich liebe die Dinger!! Ich habe gestern Abend also folgendes gegessen: 1 Banane, 1 normales Brötchen mit 3 Geflügelwienern und Ketchup, 1 Vollkornbrötchen mit Majo, Gouda, Gurke und Ei drauf UND danach noch den Amerikaner. Danach ging’s mir wieder besser, sodass ich satt und zufrieden eine Stunde später bei Castle auf dem Sofa eingeschlafen bin.

Wo soll das noch hinführen?!

Die erste Untersuchung

Mir war ja klar, dass man noch nichts sehen kann. Trotzdem habe ich gestern meinen Frauenarzt-Termin wahrgenommen, immerhin hatte ich den ja eh, also wieso nicht hingehen? Meiner Chefin hatte ich Sonntag noch geschrieben, dass ich zum Arzt müsse und das Team dann vermutlich gegen zehn dann mit meiner Anwesenheit beehren würde, statt wie sonst um acht Uhr. Punktlich um 8:30 und aufgeregt wie bei einer Abiturprüfung lief ich dann beim Frauenarzt auf und erklärte der netten Sprechstundenhilfe, dass ich eigentlich einen Termin zur Vorbesprechung für den Hormonstatus hätte, aber sehr wahrscheinlich schwanger sei und das gern bestätigen lassen würde. Das war wie zu erwarten auch gar kein Problem. Ich musste ein Becherchen füllen und wurde dann reingerufen. Irrtümlicherweise bin ich davon ausgegangen, dass die Schwangerschaft mit dem Urin nachgewiesen werden würde. Dazu gleich mehr. Erstmal gab es nämlich ein paar Fragen („Wann war der Beginn der letzten Periode?“ – „26. November.“ – „Dann müssten Sie ja schon in der 8. Woche sein!“ – „Nee, Temperatur ging erst am 05.01. hoch.“ usw.). Und dann wurde geschallt. Wie zu erwarten war, sah man außer einer 10 mm hohen Schleimhaut und einem rechtsseitigen Gelbkörper nichts. Links waren nach wie vor ein paar dunkle Flecken am Eierstock, aber rechts sah super aus. Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass ich den linken irgendwie vergessen kann. Inzwischen habe ich auch die Theorie, dass meine Zyklen deshalb so lang sind, weil die Eier immer nur rechts springen und nicht links (falls das überhaupt möglich ist, was ich nicht gefragt habe. Weiß das jemand?). Es kamen während des Schalls noch ein paar weitere Fragen nach Anzeichen und Befinden, und als der Doc fertig war, teilte er mir mit, dass er aufgrund des ihm gebotenen Bildes sehr der Meinung sei, dass ich schwanger bin. *hüpf* Allerdings wollte er trotzdem Blut abnehmen, um diverse Werte checken zu lassen und den hCG-Wert zu bestimmen. Die Werte sollte ich am nächsten Tag abfragen. In 2 Wochen – also am 03. Februar – habe ich nun den nächsten Termin. Ein Mutterpass wurde mir schon in die Akte gelegt, ich hab’s genau gesehen! Absolut geflasht bin ich dann zur Arbeit gefahren. Ich war so aufgeregt, dass ich ganz vergessen hatte, nach dem Pipi zu fragen. Auf Arbeit musste ich mich sehr anstrengen, nicht ständig dieses Dauergrinsen zu haben. Mein Googlen hat übrigens ergeben, dass man bei jeder Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft Urin abgeben muss, damit er auf Zucker, Eiweiß und Blut kontrolliert werden kann.

So. Also habe ich heute früh in der Praxis angerufen und nach den Werten gefragt. Gnah – die kommen heute ausnahmsweise erst per Kurier um 12! Ich solle doch dann nochmal anrufen. Phew. Ich glaube, die haben bei mir echt einen Haken bei „Patientin ganz besonders nervös machen“ gesetzt…

Gestern habe ich außerdem ein paar „Notfallsachen“ fürs Büro ergattert, als da wären: Mandeln und Rosinen, eine Packung Filinchen und ein paar Cranberry-Müsliriegel. Außerdem habe ich einen Riegel und ein paar Mandeln und Rosinen in meine Handtasche gepackt. Hintergrund ist folgender: Wenn ich merke, dass ich Hunger bekomme, muss ich wirklich sofort bald etwas essen, sonst sackt mein Kreislauf dermaßen ab, dass es mir gar nicht gut geht. Im Büro stehen oft Äpfel oder irgendwer hat Süßigkeiten da, aber ich will ja nicht in der Schwangerschaft 25 Kilo zunehmen und dann wieder so fett mopsig dastehen wie vor einem Jahr. Das ist zumindest der Plan, also versuche ich nach wie vor sehr auf die Ernährung zu achten. Ich hoffe, es klappt. 🙂

P.S. Heute bin ich 4+0. Meine App sagt, dass ich einen kleinen Mohnkrümel in mir trage. 🙂

NACHTRAG:

Die wollten mich echt kirre machen!

8:34 – Ich rufe an. Laborwerte sind noch nicht da. Kommen um 12.

12:05 – Ich rufe an. Außerhalb der Sprechzeiten. Bitte ab 16 Uhr versuchen. Gnah.

16:00 – ich will anrufen. Mein iPhone zeigt aber ständig „Anruf fehlgeschlagen“ an. Argh! Kollegin im Büro. Kann das Festnetz also nicht benutzen.

17:03 – Ich rufe von zu Hause aus an. 5 Minuten Warteschleife. Dann Sprechstundenhilfe dran. Ich frage nach den Blutwerten. Sie drückt mich wieder in die Schleife. Ich denke, sie sucht die Werte. Nach 5 Minuten ist sie wieder dran. „Ich stell Sie zum Doktor durch.“ Ich wieder in der Schleife. Und habe Panik. Kann die nicht einfach sagen dass was nicht stimmt?!? Sie könnte doch sonst auch einfach „Glückwunsch* sagen, oder? 7 Minuten Gedudel. Dann die Erlösung: Das hCG ist nachweisbar und ausreichend hoch für den aktuellen Stand der Schwangerschaft. Eileiterschwangerschaft damit auszuschließen (da wärs nämlich niedriger). Herzlichen Glückwunsch. Beim nächsten Termin hört man das Herzchen. Werte alle tipptopp.

17:21 – Ich lege auf und heule wie ein Schlosshund. Damit erschrecke ich den Mann, der gerade nach Hause kommt und ein großes Drama befürchtet. Ich aber falle ihm um den Hals und muss mich dann erstmal setzen weil der Kreislauf komplett durchdreht.

Uff. So glücklich!

Rosa *hihi*

Ich bin immer noch schwanger. Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist alles so surreal!

Am Mittwoch hatte ich nach der Arbeit ein Doppelpack PreSense 10er gekauft (sicher ist sicher). Weil ich nicht dran vorbei gehen konnte und auch schon genau wusste, wie ich dem Herzmann es „irgendwann“ mal sagen wollte, wenn’s soweit ist, hatte ich der Buchhandlung nebenan außerdem ein witziges Büchlein erstanden – für den Fall der Fälle. Mit dem Herzmann hatte ich dann abends beschlossen, am nächsten Morgen (Donnerstag und irgendwas um ES+11 rum) zu testen, sofern die Temperatur weiterhin in Hochlage war. Gegen elf sind wir schlafen gegangen und ich schlief recht schnell ein.

Tja.

Um 1:24 habe ich dann zum ersten Mal auf den Wecker geschaut und konnte nicht mehr einschlafen. Als die Uhr 2:49 verkündete, bin ich dann aufgestanden und eine Weile durch dunkle Haus getapert, habe mit den Katzen geschmust und dann an den Test gedacht. Eigentlich soll man den ja mit Morgenurin machen, wegen der hCG-Konzentration. Andererseits… Immerhin hatte ich ja zwei Tests! Also einen Becher organisiert und los ging’s. Mit wild pochendem Herzen stand ich dann da und habe auf den Streifen gestarrt. Blöderweise habe ich nicht sofort auf die Uhr geschaut – oh, 03:18! – wann hatte ich eingetaucht? – oh Gott, ist das etwa ein Strich??? Gaaaanz leicht, aber rosa – und definitiv vorhanden und nicht erst nach 3 Minuten! Es war natürlich eine Schnapsidee, dann direkt wieder schlafen zu gehen. Ich war so…so… Keine Ahnung. Eigentlich hatte ich es montags schon geahnt. Und dann da: rosa auf weiß!

Als kleine Überraschung für den Herzmann habe ich mir einen Lippenstift genommen und quer über unseren Spiegel geschrieben: „Guten Morgen, PAPA!“ Dazu den Test und das eingepackte Buch auf den Waschtisch gelegt. Und dann bin ich tatsächlich wieder ins Bett gegangen und nach gefühlten Äonen eingeschlafen. Versteht sich von selbst, dass der Wecker viel zu früh klingelte und der Herzmann verschlafen fragte, was denn die Temperatur machte. Das Messen habe ich etwas verzögert, sodass der Herzmann zuerst ins Bad ist. Ich natürlich gleich hinterher und habe ihn grinsen gesehen. Hach!

Der Tag war dafür alles andere als gut. Mir war sofort richtig übel, sodass ich nichts essen und kaum was trinken konnte. Leider hielt sich das auch bis etwa drei Uhr nachmittags. Abends gab es Nudeln und 1,5h Yoga – und danach bin ich regelrecht in den Schlaf gefallen und habe neun Stunden durchgeschlafen.

ES+11 – Ohne Worte

SST ES+11

So langsam…

Ist das spannend!

Heute ist Tag 11. Meine Temperatur ist höher als an allen anderen Tagen der Hochlage. Ich habe etwas wie ganz leichten Muskelkater im Bereich um und hinter dem Bauchnabel. Also viel höher als sonst zur Mens. Mir ist flau im Magen. Meine Brust ist sensibel. Gestern habe ich eine Viertelstunde auf der Toilette gehockt, weil mein Kreislauf komplett im Keller war und ich etwas Durchfall hatte. Die Kollegen stellten gestern fest, dass ich ziemlich zickig sei in den letzten Tagen (seh ich aber nicht so! 😀 ). Ich renne tagsüber mindestens einmal pro Stunde zum Wasserlassen und nachts 2-3 Mal. Ich fühle mich irgendwie anders, ich kanns gar nicht beschreiben.

Mein Plan für heute: Warten bis nach der Arbeit und dann schnell zu dm und einen Frühtest kaufen. In der Mittagspause laufen da zu viele potentielle Spitzel Kollegen rum. Und dann mal schauen wie lange ich es aushalte, nicht zu testen. Eigentlich wollte ich ja immer bis mindestens NMT warten. Andererseits wäre der quasi morgen oder Freitag oder so, genau weiß ichs eben bei meinen verkorksten Zyklen nicht. Oh Mann. Das wär’s ja. Wenn das jetzt geklappt hätte. Wo ich doch am Montag zum Hormonstatus kommen soll. Krass.

Lustigerweise befindet sich die liebe Schokolane gerade in derselben Situation. 🙂

Von der richtigen Cupgröße

Ich kann inzwischen sagen, dass ich jahrelang die falsche BH-Größe getragen habe und mir das nicht mal bewusst war. Und ich bin damit nicht allein: Jede 2. Frau trägt die falsche BH-Größe!

Auslöser für meine Abnahme war neben dem Kinderwunsch (bei übergewichtigen Frauen ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden geringer als bei normalgewichtigen) ein Erlebnis, das ich beim Unterwäschekauf hatte. Sonst hatte ich 85 C gekauft, war aber irgendwie nie so richtig zufrieden. Die Träger haben sich selbst immer wieder weit gestellt, der Verschluss ist in Richtung Nacken gerutscht, die Brust kam bei gepaddeden BHs teilweise oben aus den Cups heraus und hat eine Art Doppelbrust-Effekt verursacht. Alles nicht so schön. Als ich dann irgendwann nicht mehr in 85 C passte, sondern einen passenden 90 D in der Hand hielt, hat es Klick gemacht. Ich habe diesen BH nicht gekauft, sondern zurückgehängt und mich stattdessen schlau gemacht, wie ich für mich am besten abnehmen kann (ich mag Hungern nämlich gar nicht leiden). Dazu schreibe ich aber ein andermal mehr; jetzt soll es erstmal um den richtigen BH gehen.

Durch Zufall – ich weiß schon gar nicht mehr wo oder wie – bin ich auf ein Beratungsforum aufmerksam geworden. Mein erster Gedanke war: Forum! Das ist öffentlich! Da durfen bestimmt so einige Herren auf der Suche nach Brustbildern rum. Also habe ich erstmal im BraWiki gestöbert und so manche interessanten Dinge gelesen. Anschließend habe ich mich schlau gemacht, wie man sich dort beraten lassen kann. Fotos waren erstmal nicht nötig, nur bestimmte Maße. Da ein paar nüchterne Zahlen für einen Brustfetischisten vermutlich nicht besonders spannend sind und die Reaktionen auf die erfolgten Beratungen durchweg positiv waren (manche auch mit angezogenen (!) Vorher-Nachher-Fotos), habe ich mich angemeldet und vermessen. Das Ergebnis war erstmal ein Schock: 34 oder 36  DD, auf deutsch 75 E!!! Nun habe ich zwar nicht gerade wenig, aber E erschien mir doch recht groß, dazu der knappe Unterbrust-Umfang. Ich ging also mal bei H.unkemöller vorbei, um mich dort auch mal beraten zu lassen. Nach einigem Fähnchen-im-Wind-Spiel (Ich würde 85 C nehmen. Wenn Ihnen das zu weit ist, könnten wir B oder 80 versuchen. Ich empfehle Modell XY. Das gefällt Ihnen nicht? Ja, da haben Sie ganz recht, das ist auch eigentlich nicht so gut.[…]) wurde mir dort 80 D empfohlen. Ich nahm diese Größe und die der Forumsberaterinnen mit in die Kabine. Was soll ich sagen – 75 E passte wie angegossen, wie maßgeschneidert! Und machte nicht nur einen tollen Busen, sondern ließ ihn optisch viel kleiner wirken! Ich kaufte gleich zwei BHs in 75 E und kann seither nur jedem eine Beratung bei den Busenfreundinnen empfehlen. Wahnsinn, was das ausmacht! Sieht sooo viel besser aus, endlich sitzt alles perfekt, ist nicht zu eng, schlabbert nicht – hält! Einfach phänomenal.

Ein BH-Kauf bei den „üblichen Verdächtigen“ (Tze & Ah, Ha & Äm etc.)  allerdings scheidet nun aus, weil man dort ab D-Cup schon bei „großen Größen“ schauen muss. Und die „großen Größen“ dort gibt es NIE mit kleinem UB-Umfang. Fortan werde ich hier also zum Onlineshopper und schaue bei den örtlichen Geschäften vorbei. Ich habe dieses Forum nun schon einigen Freundinnen und Bekannten empfohlen, die der Meinung waren, die richtige Größe zu tragen. Alle waren begeistert, ohne Ausnahme. Und alle haben die falsche Größe getragen. Gehört ihr auch dazu? 🙂

Einbildung ist auch eine Bildung (?)

Und da ist sie wieder, die Nervosität, die sich irgendwann nicht mehr wegschieben lässt. Man kennt das: Um den vermuteten Eisprung herum ist man hibbelig, weil man ja den richtigen Zeitpunkt abpassen sollte (umso blöder, wenn man nie genau weiß wann was passiert). Die paar Tage danach sind dann entspannter, man denkt nicht mehr dauernd nach und fragt sich, ob’s diesmal geklappt hat. Und je näher man dem NMT (Nicht-Mens-Tag, also dem Tag, an dem man die Blutung bekommen müsste) kommt, desto nervöser wird man wieder. Man horcht in sich hinein, interpretiert jedes Bauchgrummeln als sonstwelche eventuellen Anzeichen und macht sich dadurch noch verrückter. Morgens beim Temperaturmessen bangt man um jedes Zehntelgrad, das da mehr oder weniger angezeigt wird, man achtet unterbewusst auf idiotische Kleinigkeiten und versucht sich selbst krampfhaft einzureden, dass das diesmal nur PMS sind. Weil: Man will sich ja nicht verrückt machen. Also sagt man sich Mantra-mäßig „Das isnd eh nur PMS. Kein Stress. Das sind eh nur PMS. Kein Stress.“ Und hofft insgeheim, dass man selbst doch Unrecht hat. Was ich sonst ja nie tun würde!

Diesmal allerdings ist es anders. Nach meinem letzten Megazyklus (52 Tage insgesamt) habe ich diesmal den Eisprung noch später gehabt. Aber immerhin hatte ich einen (man muss das ja positiv sehen). Da ich keine Ovulationstests benutze und bzgl. der NFP (natürliche Familienplanung) auch nur meine Basaltemperatur messe und nichts anderes kontrolliere, konnte ich diesmal den Zeitpunkt nicht hundertprozentig festlegen. Ich hatte nämlich folgende Kurve:

kurve-zyklus4

Heute, am 13. Januar, bin ich demnach entweder an Tag 9 oder an Tag 7 (der erste kleine Ausschlag war während der Erkältung im Dezember). Am Samstagmorgen bin ich früh aufgewacht und war danach den ganzen Tag über hundemüde. Ich hatte schlechte Laune, obwohl wir abends beim Neujahrsfeuer waren, war super schnell gereizt und genervt. Gut, das hatte ich in den letzten Zyklen auch oft. Aber! Ich hatte schon morgens das Gefühl, meinen BH zu sprengen, und DAS hatte ich noch nie. Allerdings scheine ich in jedem Zyklus neue Prämenstruelle Syndrome zu entdecken. Und ich will ja nicht hibbeln. Also wieder das Mantra. Allerdings ist auch dem Herzmann aufgefallen, dass sich da was verändert hat. Er hat daher PMS mal in Pro-Mops-Syndrom umbenannt. 😀 Samstagabend war die Brust dann auch richtig berühungsempfindlich. Letztes ist heute ein winziges Bisschen besser. Seit Samstag habe ich außerdem so ein Zupfen im Unterleib, das nicht so stark ist wie sonst vor der Mens. Und am Sonntag habe ich vor dem Frühstück unbedingt ein Ei mit Majo haben müssen.

Am 20. Januar habe ich einen Termin bei meinem Frauenarzt zur Vorbesprechung, was wir gegen meine langen Zyklen unternehmen können. Ich hatte diesen Zyklus also schon halb abgeschrieben. Und jetzt? Jetzt hibbel ich wieder. Verrückt!

12 von 12 im Januar 2014

12 von 12 – das sind 12 Fotos am 12. eines Monats. Die Idee dahinter finde ich ganz witzig, und deswegen habe ich gestern ein paar Fotos gemacht, um dabei mitzumachen. Hier also meine 12 von 12:

1 von 12: Mein Frühstück sah an diesem Sonntag so aus…

fruh

2 von 12: Gegen halb 12 haben wir beschlossen, die herrliche Sonne draußen etwas auszunutzen. Wir haben also unser Geraffel zusammengepackt und sind los zum Geocachen. Die Zaubernuss neben unserer Einfahrt blüht gerade. Sieht toll aus!

nuss

3 von 12: Herrliches Wetter und ein schöner Ausblick!

geo2

4 von 12: Der war so ein tolles Motiv, den musste ich direkt auch noch fotografieren.

baum

5 von 12: Einer der Caches, die wir heute gefunden haben.

geo

6 von 12: Wir waren erst gegen halb vier wieder zu Hause. Da das Frühstück schon ein Weilchen her war, haben wir eine kleine Zwischenmahlzeit in Form von Nordhessischer Spezialität gefuttert, um den Hunger erstmal zu besänftigen.

aw

7 von 12: Zwei Stunden später war das Essen dann fertig. Es gab Gulasch und Kartoffelklöße. Mjamm!

gulasch

8 von 12: Während der Herzmann danach noch etwas am Laptop saß, habe ich meinen Loop weitergestrickt.

schal

9 von 12: …und zwar bei Kerzenschein. 😀

laterne

10 von 12: Anschließend haben wir die 2. Folge der 3. Staffel von Sherlock geschaut. Dann habe ich mir mein derzeitiges Buch geschnappt und es mit hoch genommen.

buch

11 von 12: Erst noch Zähne putzen und dann….

zahn

12 von 12: Ab ins Bett, noch ein paar Seiten lesen und dann die Augen zu. Gute Nacht!

bett

Das waren meine 12 von 12 im Januar. Mehr 12von12er findet ihr übrigens bei Caro. 🙂